Rosenkranz (Foto: dpa)

Erwartungen von Saarländern an die Vatikankonferenz

Oliver Buchholz   21.02.2019 | 08:42 Uhr

Papst Franziskus trifft sich ab dem 21. Februar für vier Tage mit Bischöfen aus der ganzen Welt, um mit ihnen über den Umgang mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche zu sprechen.

Viele aus dem Saarland erwarten, dass es endlich klare Regeln für den Umgang mit Tätern gibt. Sie sind aber skeptisch, ob das ein Ergebnis der Konferenz sein wird. Auch deswegen, weil sie von der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Bistum Trier enttäuscht sind.

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Erwartungen von Saarländern an die Vatikankonferenz zum Missbrauch
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 21.02.2019, Länge: 01:21 Min.]
Erwartungen von Saarländern an die Vatikankonferenz zum Missbrauch

Im September 2018 stellte der Trierer Generalvikar Ulrich von Plettenberg die Zahlen des Missbrauchs im Bistum Trier vor: 148 Beschuldigte, 442 Opfer. Er sagte, man habe erkannt, dass die Opfer künftig im Mittelpunkt stehen müssen und nicht das Heil der Kirche und der Schutz der Täter.

Getan hat sich aus Sicht der Opferinitiative „MissBiT“ allerdings bislang wenig, erklärt Pastoralreferentin Jutta Lehnert. Betroffene haben mittlerweile die Hoffnung auf lückenlose Aufklärung längst aufgegeben, meint auch Thomas S., der selbst Opfer sexualisierter Gewalt wurde.

Das Bistum hält dagegen: Einzelne Gespräche mit Opfern habe es bereits gegeben. Die Verantwortlichen hätten darüber hinaus erkannt, dass es weiterer Austauschformate bedarf.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 21.02.2019 berichtet.

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