Projekt Upcycling-saar.de (Foto: SR/Steffani Balle)

Upcycling - pfiffige Produkte statt Müllverbrennung

Steffani Balle   27.09.2019 | 16:55 Uhr

Aus Alt mach neu – und tue Gutes dabei. So ungefähr könnte man das Upcycling-Projekt in Neunkirchen beschreiben. Es ist ein Laden mit piffigen Produkten, hergestellt aus Abfallprodukten regionaler Unternehmen. Im Mai 2018 war Start, nun gibt es eine Verlängerung für drei Jahre. Das Bundesbildungsministerium fördert das Projekt für Langzeitarbeitslose und Migranten mit ca. einer Mio. Euro

Das Upcycling-Projekt ist etwas Besonderes. An dem Projekt beteiligt ist das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier, der Landkreis Neunkirchen, die Hochschule für Bildende Künste Saarbrücken und die Beschäftigungs- und QualifizierungsGmbH Neunkirchen.

Audio

Neunkircher Upcycling-Projekt geht in die Verlängerung
Audio [SR 3, Steffani Balle, 27.09.2019, Länge: 03:05 Min.]
Neunkircher Upcycling-Projekt geht in die Verlängerung

Ziel des Projektes ist es, aus Materialien, die von Firmen in der Region ansonsten entsorgt würden, neue pfifige Produkte herzustellen. Michael Schmidt vom Projektleiter-Team ist Diplom-Ingenieur und im Projekt verantwortlich für die Beschaffung der Materialien. "Was für die Unternehmen Abfälle sind, sind für uns wertvolle Ressourcen", sagt er. Es gehe um die Etablierung der Kreislaufwirtschaft und damit auch um die Schonung der Unmwelt.

Was aus den Materialien hergestellt wird, wird entschieden, wenn sie vor Ort sind. Die am Projekt beteiligten Designer entwickeln untschiedlichste Prototypen. Daraus entstehen dann die neuen Produkte - zum Beispiel pfiffige Kleinigkeiten wie Magneten aus Kronkorken, Heftmappen aus alten Landkarten, Mützen, aber auch größere Dinge wie Bücherständer oder Gartenliegen und Bänke.

Herstellt werden die Ucycling-Produkte von der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und QualifizierungsGmbH Neunkirchen (AQA), bei der Langzeitarbeitslose und auch Flüchtlige beschäftigt sind. Für die AQA stehe bei diesem Projekt aber nicht die Erwirtschaftung von Gewinn im Fordergrund. Vielmehr stehe die Beschäftigung im Vordergund und zwar mit einer langfristiger Perspektive, sagt AQA-Geschäftsführer Anton Jacob.

Im Upcycling-Zentrum in Neunkirchen

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja