Ein Auto fährt an einem Kreuz vorbei.  (Foto: dpa)

Was macht die Strecke so gefährlich?

Markus Person, Onlinefassung: Laszlo Mura   04.01.2020 | 12:30 Uhr

Die Bundesstraße 41 zählt zu den gefährlichsten Strecken im Saarland. Obwohl Geschwindigkeitbegrenzungen und Sicherungsmaßnahmen kontinuierlich durchgeführt werden und die Straße instand gehalten wird, kommt es immer wieder zu schwersten und tödlichen Unfällen.

Unfallschwerpunkt B41
[SR 3, Markus Person, 04.01.2020, Länge: 03:06 Min.]
Unfallschwerpunkt B41

Zu schnelles Fahren

Häufig sei es so, dass Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn abkämen und mit einem anderen Fahrzeug kollidierten, lässt Gundolf Himbert wissen. Er ist Unfallsachverständiger und besitzt mehr als 40 Jahre Berufserfahrung.

Die meisten Unfälle seien auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen, erklärt er. Die Strecke sei kurvenreich, es gebe kaum Mittelleitplanken und am Straßenrand stünden viele Bäume. Und trotzdem werde auf Bundesstraßen "autobahnähnlich gefahren" und das mache die Strecken so gefährlich.

Überforderung im Straßenverkehr

Allerdings sieht Gundolf Himbert noch anderswo großes Gefahrenpotenzial: "Das Gehirn kann drei Ereignisse in einer Sekunde verarbeiten. Was darüber hinaus geht, blendet es aus. Ohne Absprache." Bei Geschwindigkeiten um 100 km/h sei der Mensch oft gar nicht in der Lage, Verkehrssituationen korrekt einschätzen zu können. Verkehrsschilder, andere Verkehrsteilnehmer, Ablenkung durch Multimedia im Cockpit seien oft einfach zu viel.

Allerdings sieht er der Zukunft positiv entgegen. Der technische Fortschritt und die Entwicklung zum autonomen Fahren brächten durch schnellere Erfassungssysteme mehr Sicherheit in den Straßenverkehr.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 02.01.2019 berichtet.

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