Weltumwelttag: Wie steht es um unsere Umwelt?

Wie steht es um die saarländische Umwelt?

Audio [SR 3, (c) SR 3 Lena Schmidtke, 05.06.2020, Länge: 03:07 Min.]

  05.06.2020 | 07:03 Uhr

Wie gut ist die Luft im Saarland? Wie steht es um die Wasserqualität in unseren Fließgewässern? Und in welchem Zustand sind die saarländischen Wälder? SR-Reporterin Lena Schmidtke hat Antworten gefunden.

Luftqualität

Eine Anlage zur Messung der Feinstaub- und Stickstoffoxid-Belastung,  (Foto: dpa)

Für die Luftqualität gibt es eine gute Nachricht: Durch den Lockdown lagen im April verschiedene Stickoxid-Werte bis zu 80 Prozent unter dem erwarteten Wert. Der Feinstaub ist ebenfalls zurückgegangen. Allerdings deutet sich nun wieder eine leichte Zunahme der Luftbelastung an.

Wasserqualität

Fluss (Foto: SR)

Bei der Wasserqualität hängt das Saarland deutlich hinter den EU-Richtlinien: Demnach sollten alle Gewässer bis spätestens 2027 in einen „guten ökologischen und guten chemischen Zustand“ gebracht werden. 2018 sind im Saarland lediglich 25 Prozent in diese Kategorie gefallen. Immerhin geht es mit der Wasserqualität aber aufwärts: 2012 waren nur sieben Prozent als „gut“ eingestuft. Hauptversursacher der Gewässerbelastung ist der Mensch. In Ballungsgebieten ist die Wasserqualität deshalb schlechter als in dünner besiedelten Gegenden. Der Zustand der Saar beispielsweise sei nur mäßig, weil sie stark ausgebaut sei, als Schifffahrtsstraße genutzt werde und zudem verschiedene Bereiche aufgestaut würden, sagt Jens Götzinger. Er ist beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zuständig für den Gewässerschutz. Doch es sei insgesamt schon viel getan worden. Die Abwasserreinigung sei ausgebaut worden und die Gemeinden hätten viel in die Hydromorphologie investiert, also in eine gesunde Struktur des Wasserbetts, so Götzinger.

Waldzustand

Umgestürzter Baum (Foto: SR)

Den saarländischen Wäldern geht es insgesamt relativ gut: Zwar haben sie mit dem Klimawandel und der daraus resultierenden Trockenheit zu kämpfen, aber an vielen Stellen gibt es gut durchmischte Wälder und gesunde Baumbestände. Natürlich gibt es in den Wäldern auch abgestorbene oder umgestürzte Bäume - und das ist auch gut so. Dieser Totholzanteil werde sogar gefördert, sagt Michael Weber, einer der Förster in St. Ingbert. Das Totholz sei wichtig als Nährstofflieferant für den Wald und werde zudem von unterschiedlichen Tierarten genutzt, so zum Beispiel von Insekten und Vögel. Außerdem kommt dem Wald zugute, dass die Revierförster inzwischen auf den Einsatz von Chemie verzichten. Und das kann man sogar hören am vielfältigen Vogelgezwitscher. "Die Vogelvielfalt im Wald hat zugenommen. Den Waldvögeln geht es gut. Sie haben von unserer nachhaltigen Forstwirtschaft profitiert", so Weber.

Ein Thema am 05.06.20 auf SR 3 Saarlandwelle in der Sendung "Region".

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