Neunkircher Herz Jesu Kirche ist jetzt ein Atelier (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Wenn Kirchen zu Ex-Kirchen werden

Thomas Braun / mit Informationen von Oli Buchholz   17.09.2018 | 12:50 Uhr

In den letzten zehn Jahren haben die evangelische und katholische Kirche den Betrieb von insgesamt 23 saarländischen Gotteshäusern eingestellt. Die Hälfte davon wurde an private Käufer abgegeben.

Wo früher eine Kirche war, sind heute ganz viel Kinder da
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Wo früher eine Kirche war, sind heute ganz viel Kinder da
SR 3-Reporter Oliver Buchholz war in der heutigen Kindertagesstätte Christkönig am Saarlouiser Bahnhof zu Gast.

Die Statistiken der evangelischen und katholischen Kirchen lesen sich relativ ähnlich: Seit 2008 wurden jeweils sechs Kirchen an private Käufer veräußert. Darin sind mittlerweile zum Beispiel Kunstateliers und Wohnräume entstanden. Zwei weitere katholische Gotteshäuser sind zwar immer noch in Kirchenhand, werden aber mittlerweile als Kindergärten genutzt.

Von der Kirchenaufgabe hat hierzulande auch eine andere Religionsgemeinschaft profitieren können. So gehört eine ehemalige evangelische Kirche in Neunkirchen jetzt der koptischen Gemeinde.

Mehrere Kirchen wurden abgerissen

Mehrere Kirchen wurden in den letzten Jahren auch abgerissen - entweder durch die Kirchengemeinden selbst oder später durch die Käufer der ehemaligen Gotteshäuser. Wie es mit sechs anderen ungenutzten Kirchen weitergeht, haben die Verantwortlichen noch nicht entschieden, sie stehen einfach leer. Wie das Bistum Trier mitteilte, sind die Gründe für Kirchenaufgaben vielfältig, die endgültige Entscheidung müsse immer die zuständige Gemeinde vor Ort treffen.

Über dieses Thema wurde auch in Guten Morgen am 17.09.18 berichtet.

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