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Kurzentschlossene Flüchtlingshife

mit Informationen von Steffani Balle   08.03.2022 | 07:45 Uhr

Die Lage in der Ukraine ist weiterhin dramatisch. Die Menschen stehen an den Grenzen und warten auf Hilfe und Versorgung. Die Leiter der "Pflegeherzen" haben deshalb einen Konvoi mit Hilfsgütern organisiert und dann vor Ort kurzerhand Flüchlinge mit ins Saarland genommen.

Bereits am Samstag, den 5. März startete die Aktion. Mit vier Kleinbussen machte sich das Team von Heiligenwald zur ukrainischen Grenze auf. Ursprünglich wollten die Organisatoren den Transport nur zur Übergabe von Hilfsgütern nutzen, doch weil es vor Ort für die Flüchtenden nicht genug Transportfahrzeuge gab, haben sich Eric Kleer und Krystian Temy von der Seniorenbetreuung „Pflegeherzen“ kurzerhand entschlossen, mehrere Flüchtlinge mit ins Saarland zu nehmen.

Ankunft nach Strapazen

"Das war echt hardcore"
Audio [SR 3, Steffani Balle/Frank Hofmann, 08.03.2022, Länge: 04:01 Min.]
"Das war echt hardcore"

22 Stunden waren sie unterwegs. 22 Stunden, in denen sie viel über die traumatischen Erlebnisse der flüchtenden Familien erfahren haben. Kurz vor Mitternacht waren sie dann endlich im Saarland angekommen. Zwölf Ukrainerinnen, darunter drei Kinder.

Es flossen viele Tränen

"Da flossen viele Tränen"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Nadine Thielen / Steffani balle, 08.03.2022, Länge: 03:55 Min.]
"Da flossen viele Tränen"

Sehnsüchtig waren sie von Angehörigen im Schiffweiler Ortsteil Heiligenwald erwartet worden und dann konnten sie sich endlich in die Arme schließen. Es flossen viele Tränen. Tränen der Erleichtung, aber auch Tränen um die, die sie in ihrer Heimat zurücklassen mussten.


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Ein Thema in "Guten Morgen" am 08.03.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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