Wasser spritzt aus einem undichten Gartenschlauch. (Foto: dpa/Ralf Hirschberger)

Kein Wassermangel im Saarland

Interview: Dorothee Scharner   30.07.2018 | 12:15 Uhr

Die Gemeinde Nalbach hat ihre Bewohner aufgefordert, auf überflüssigen Wasserverbraucht zu verzichten. Durch die anhaltende Hitze wird derzeit in Nalbach nämlich mehr Wasser verbraucht als gefördert. Das Wasserproblem in Nalbach sei ein lokales Problem, sagt Joachim Meyer vom Verband der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes (VEW Saar e.V.) im SR 3-Interview. Grundsätzlich stehe im Saarland ausreichend Trinkwasser zur Verfügung.

Audio

Interview: "Wir übers Jahr nutzen nur vier Prozent des Grundwassers, das sich bildet"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner, 30.07.2018, Länge: 03:10 Min.]
Interview: "Wir übers Jahr nutzen nur vier Prozent des Grundwassers, das sich bildet"

"Hervorragende Grundwasserleiter"

"Wir haben im Saarland ausreichend Trinkwasser zur Verfügung", sagt Joachim Meyer vom VEW. Gerade mal vier Prozent des Grundwassers, das sich über das Jahr bilde, werde genutzt. Die Wasserwarnung in Nalbach ist seiner Einschätzung nach ein lokales Problem. Prinzipiell gebe es ausreichend Trinkwasser, man könne also bedenkenlos den Garten gießen oder den Pool füllen.

Pro Jahr würden im Saarland 40 bis 50 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert. Der Grund für die gute Trinkwasserlage: "Wir haben hervorragende Grundwasserleiter" wie zum Beispiel Buntsandstein, sagt Meyer. Und selbst bei einer extremen Förderung von rund 10.000 Kubikmetern am Tag würde der Grundwasserspiegel nur marginal absinken.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 30.07.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

Artikel mit anderen teilen