Eine Frau fährt mit ihrem Fahrrad neben Autos auf einer Straße. (Foto: dpa/Marius Becker)

OB trifft sich mit Radlkollektiv

Stephan Deppen   20.02.2020 | 08:10 Uhr

Bürgersprechstunde einmal anders. Das Radelkollektiv in Saarbrücken hatte einen Termin bei Oberbürgermeister Uwe Conrad gebucht - und ein halbes Dutzend Alltagsradler war gekommen, um Fragen zu stellen und sich ein Bild davon zu machen, ob denn die Fahrradfahrer in der städtischen Verkehrsplanung wirklich eine Rolle spielen.

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Saarbrücker OB trifft sich mit Radlkollektiv
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 20.02.2020, Länge: 03:07 Min.]
Saarbrücker OB trifft sich mit Radlkollektiv

Einige konkrete Zahlen hatte Saarbrückens Oberbürgermeister Conradt zu dem Treffen mit dem Radelkollektiv mitgebracht, um zu dokumentieren, dass die Stadt sehr wohl alle Verkehrsteilnehmer mit den jeweiligen Interessen im Auge habe.

875 Verfahren zum Abschleppen falsch abgestellter Autos hat die Stadt im vergangenen Jahr eingeleitet, 61 davon, weil sie auf Radwegen geparkt waren. Schön und gut - sagt das Radlerkollektiv, aber das reiche nicht. Alltagsradler litten unter der ungleichen Aufteilung des Verkehrsraums und sähen sich häufig kritischen Situationen gegenüber, sonntags werde gefühlt Autofahrers Fehlverhalten gar nicht geahndet. Hier versprach Conradt Besserung: Er werde intern mit Ordnungsamt und Personalvertretung sowie extern mit der Polizei sprechen, ob mehr Verkehrsüberwachung personell machbar ist.

Darüber hinaus prüfe die Verwaltung konkret, wo Fahrradstraßen beziehungsweise Fahrradzonen eingerichtet werden können. Die Ergebnisse der Prüfung sollen öffentlich vorgestellt werden. Aussagen, die das Radlkollektiv wohlwollend aufgenommen hat - gleichwohl aber den letzten Elan der Politik für ihre Anliegen vermisst.

Ein Thema in der "Rundschau" am 20.02.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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