Trinkwasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas. (Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa)

#unserwasser

ARD-weiter Thementag am 16. März 2022

  16.03.2022 | 13:20 Uhr

Sauberes Wasser ist lebensnotwendig. Die Vereinten Nationen haben deshalb den Zugang zu sauberem Wasser zum Menschenrecht erklärt. Doch was bei uns so selbstverständlich aus dem Wasserhahn kommt, ist alles andere als selbstverständlich. Sauberes Wasser ist vielerorts ein kostbares Gut, das nicht verschwendet werden darf. Und Wasser ist auch eine Ware, mit der sich viel Geld verdienen lässt.



#unserwasser: Wer hat die Wasser-Challenge gewonnen, Simin oder Oliver?
Audio [SR 3, Simin Sadeghi / Oliver Buchholz, 19.03.2022, Länge: 04:48 Min.]
#unserwasser: Wer hat die Wasser-Challenge gewonnen, Simin oder Oliver?

Wie können jeder und jede einzelne Wasser sparen? Das hat SR 3 am ARD-Thementag #unserwasser gefragt. SR 3-Reporterin Simin Sadeghi und Reporter Oliver Buchholz haben einen Wettbewerb daraus gemacht. Wer spart mehr Wasser? Und zwar das, was aus der Leitung kommt und das Wasser, das bei der Herstellung von Kleidung benutzt wird oder für Lebensmittel gebraucht wurde. Simin hatte beim Wasserverbrauch mit gut 90 Litern am Tag schon von Beginn an die Nase vorn. Jetzt: das große Finale.

#unserwasser: Wasser sparen endet nicht am Wasserhahn
Audio [SR 3, Simins Sadeghi und Oliver Buchholz, 15.03.2022, Länge: 02:48 Min.]
#unserwasser: Wasser sparen endet nicht am Wasserhahn

Für viele wird der persönliche CO2-Fußabdruck immer wichtiger. Aber wie sieht es mit unserem Wasser-Fußabdruck aus? Nicht nur beim Duschen, Waschen und Kochen verbrauchen wir Wasser. Auch die neue Jeans, das neue Handy, die Tomaten aus Spanien und das Rindersteak auf unserem dem Teller tragen massiv zum Wasserverbrauch bei. Doch wie hoch ist der persönliche Wasser-Fußabdruck? Eine Orientierung können Internetseiten wie wasserampel.wfd.de geben.

#unserwasser: Wer schafft es, mehr Wasser einzusparen?
Audio [SR 3, Oliver Buchholz und Simin Sadeghi, 16.03.2022, Länge: 02:55 Min.]
#unserwasser: Wer schafft es, mehr Wasser einzusparen?
Oliver Buchholz und Simin Sadeghi wollen es wissen.

Bei durchschnittlich 120 Liter Wasser liegt bei uns der der täglich Pro-Kopf-Verbrauch an Trinkwasser. SR 3-Kollegin Simin Sadeghi verbraucht etwa 91 Liter pro Tag, Kollege Oliver Buchholz rund 110 Liter. Doch wieviel Trinkwasser verbrauchen sie wofür? Und wie kann man Wasser sparen? Das wollen die beiden in einem Wettbewerb austesten: Wem gelingt es, in drei Tagen mehr Wasser einzusparen? Das Ergebnis wird sich am Samstag zeigen.



Trinkwasser sollte man nicht verschwenden. Aber in manchen Regionen Deutschlands wird so wenig Wasser verbraucht, dass es zu Problemen in den Versorgungsleitungen kommt. Die Wasserversorger müssen die Leitungen dann mit zusätzlichem Wasser nachspülen, damit sich keine Keime bilden. SR-Reporterin Lisa Krauser hat nachgefragt, wie die Situation im Saarland ist und wie man im Haushalt sinnvoll Wasser sparen kann, ohne dass die Versorgungsleitungen Schaden nehmen.



Die über 50 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die im Saarland jährlich gebraucht werden, stammen ausschließlich aus dem Grundwasser. Kein Wunder, dass sich viele Sorgen wegen der geplanten Grubenflutungen machen. Das Bergbauunternehmen RAG will die Pumpen in Reden und Ensdorf abstellen und das Grubenwasser sukzessive auf minus 320 Meter ansteigen lassen. Doch dagegen gibt es zahlreiche Widersprüche und Klagen. Yvonne Schleinhege aus der SR-Wirtschaftsredaktion gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge.



Wenn private Unternehmen sich in die Wasserversorgung vor Ort einmischen, kann das für Ärger sorgen. Das ist Thema des ARD-Films „Bis zum letzten Tropfen“ der an diesem Thementag im Ersten läuft. Und das hat auch der Fall Nestlé in Vittel gezeigt. Im französischen Vittel hat der Lebensmittelkonzern Nestlé so viel Wasser aus den Brunnen für sein „Vittel-Wasser“ entnommen, dass die Menschen in Vittel ihr eigenes Wasser rationieren sollten. Das hat nicht nur für Aufregung in dem Ort in den Vogesen, sondern auch weit darüber hinaus gesorgt. SR-Frankreichexpertin Lisa Huth erzählt nochmal die Geschichte und berichtet, wie es heute in Vittel aussieht.



Der Streit um die Erhöhung einer Trinkwasserförderung, durch ein privates Unternehmen in Rilchingen-Hanweiler, wird erst im kommenden Jahr entschieden. Grund dafür ist, dass die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung wohl nicht mehr 2022 abgeschlossen wird. Ursprünglich war eine Entscheidung im Sommer erwartet worden.



Mehr als 100 Liter Wasser durchschnittlich verbraucht jede Person im Saarland jeden Tag. Aber wer sorgt eigentlich dafür, dass das Trinkwasser auch sauber ist? Und enthält abgefülltes Wasser im Supermarkt weniger Schadstoffe als das Wasser aus der Leitung? Zum ARD-Thementag #unserwasser gibt es hier zahlreiche Tipps für einen bewussten Wasserverbrauch.



Tarifeinigung für drei Bundesländer
Mehr Geld für Beschäftigte der Mineralwasserindustrie

Die Beschäftigten der Mineralwasserproduzenten im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen bekommen mehr Geld. Darauf haben sich die Gewerkschaft NGG und die Arbeitgeber geeinigt.



In der ARD-Mediathek
Bis zum letzten Tropfen
Der prominent besetzte, investigative Fernsehfilm und die sich anschließende Dokumentation gleichen Namens – beide vom preisgekrönten Filmemacher Daniel Harrich – beschäftigen sich mit der vielleicht wertvollsten Ressource unserer Zeit: dem Trinkwasser und fragen: Wem gehört das Wasser eigentlich? Dürfen Wasservorkommen Handelsware sein?

Ein Thema am 16. März 2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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