Foto: Renate Wanninger

Selbstversuch im Schlaflabor

mit Informationen von Renate Wanninger   07.03.2022 | 09:29 Uhr

Nicht nur die Coronapandemie oder der Krieg in der Ukraine sorgen bei uns für schlaflose Nächte. Immer mehr Menschen haben Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. SR-Reporterin Renate Wanninger hat sich in einem Schlaflabor durchchecken lassen.

Ständig wach, nicht schlafen können. Am nächsten Morgen fühlt man sich gerädert, ist müde, unkonzentriert und schlecht gelaunt. Doch woran liegen die persönlichen Schlafprobleme? Die Nacht in einem Schlaflabor kann hier mitunter helfen.

Verkabelt schlafen- geht das überhaupt?

Renate Wanninger hat einen Selbstversuch im Schlaflabor bei Dr. Nikolaus Rauber gemacht. Verkabelt und überwacht per Video. Das sei schon ein komisches Gefühl, sagt sie. Fremde Menschen, die genau beobachten, wie man atmet und sich im Bett hin und her dreht. Eigentlich hatte sie mit einer problematischen Nacht gerechnet. Wie soll man auch schlafen, wenn überall Kabel hängen? Aber das Gegenteil war der Fall: Sie habe gut geschlafen, sagt sie.

Den Alltag loslassen

Dr. Rauber kennt das schon. Denn: auswärts schlafen entlastet und man hat nicht noch viele Dinge im Kopf, die noch erledigt werden müssen, sagt der Mediziner. Wenn wir den Alltag loslassen, schlafen wir besser!

Weniger Schlaf im Alter notwendig

Jugendliche brauchen in der Regl rund acht Stunden Schlaf. Je älter wir werden, umso weniger Schlaf brauchen wir. Man sollte sich auch nicht zum Schlaf zwingen und sich verärgert im Bett wälzen, wenn es nicht mehr klappt. Sie sind früh wach? Dann stehen Sie auch besser sofort auf, rät Dr. Rauber. Das Bett ist zum Erholen da. Wenn Sie ausgeruht sind, aufstehen und sich eine Beschäftigung suchen. Wenn Sie müde sind, dann wieder hinlegen.

Finger weg von Computer und Smartphone!

Bei Schlafproblemen in die digitale Welt eintauen, sollte man nicht tun, denn dann ist es mit dem Schlaf oft ganz vorbei. Besser bügeln, das wirkt meditativ. Und vor dem Schlafen auf die Ernährung achten: Kohlenhydrate geben dem Körper Energie, stimmen ihn also eher auf Aktivität ein. Und das Alkohol beim Schlafen hilfreich sein kann, gehört auch eher in den Bereich der Legenden.

Schlafhygiene pflegen

Man sollte sich ein gemütliches Nachtlager bereiten. Das Schlafzimmer sollte mit warmen Farben gestrichen sein, das Bett einladend, die Bettwäsche kuschelig sein. Mit dem Bett und dem Schlaf sollten wir etwas Positives verbinden.

Hilfe beim Hausarzt suchen

Wenn man über längere Zeit nicht richtig schlafen kann, sollte man mit dem Hausarzt darüber sprechen. Es können nämlich auch körperliche Probleme wie beispielsweise Hormonschwankungen die Ursache sein. Und wenn auch der Arzt nicht weiter kommt, dann gibt es vielleicht Hilfe im Schlaflabor.

Ein Thema unter anderem in den "Bunten Funkminuten" am 07.03. 2022 auf SR 3 Sarlandwelle.

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