Ein Müllwagen der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung entlädt den Restmüll. (Foto: dpa)

Hausmüll

Anke Birk   06.12.2018 | 08:10 Uhr

Gelber Sack, blaue Tonne, Biotonne - Mülltrennung wird bei uns groß geschrieben. Aber natürlich fällt im Alltag auch immer wieder Müll an, der nicht für die Wiederverwertung geeignet ist. Er landet in der Restmülltonne. Doch wenn man sich die Mengen ansieht, gibt es im Saarland große Unterschiede.

Das geringste Hausmüllaufkommen im Saarland je Einwohner hat die Gemeinde Losheim. Nach Angaben des Entsorgungsverbandes Saar betrug es pro Person 84 Kilogramm im Jahr. Neunkirchen liegt demnach beim Hausmüll an der Spitze. Hier kamen 174 Kilogramm pro Einwohner zusammen. Es folgen Saarbrücken und Saarlouis mit jeweils 163 Kilogramm jährlichem Hausmüll je Einwohner.

Das geringere Hausmüllaufkommen in den ländlichen Regionen im Saarland liegt nach EVS-Angaben auch an der Bebauungsstruktur. Auf dem Land gebe es mehr Ein- bis Zweifamilienhäuser mit entsprechend starker sozialer Kontrolle. In der Gemeinde Losheim komme zudem das Verwiegesystem zum Einsatz. Hier ergeben sich die Gebühren aus dem Abfallgewicht. Das Verwiegesystem biete einen größeren Anreiz zur Reduzierung des eigenen Mülls.

Über dieses Thema wurde auch in der "Rundschau" am 06.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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