Steve Schneider und Michael Neuheusel stehen neben einem Taxi. (Foto: Steffani Balle / SR)

Taxifahrer bieten Impfdienst an

mit Informationen von Steffani Balle   24.03.2021 | 13:00 Uhr

Wegen der Coronapandemie kämpfen Taxi-Unternehmer seit Monaten um jede Fahrt. Um die drohende Pleite abzuwenden, haben sich nun mehrere Unternehmen zusammengeschlossen und einen "Impftaxi"-Service ins Leben gerufen. Er richtet sich an alle, die einen Termin im Impfzentrum haben und nicht selbstständig zu ihrem Termin fahren möchten oder können.

Durch die Coronapandemie fallen für die Taxi-Unternehmen viele Einnahmequellen weg. Rund ein Drittel aller saarländischen Taxi-Unternehmen stehe dadurch vor der Pleite, schätzt der Vorsitzende des Landesverbandes Hartwig Schmidt. Er begrüßt deshalb auch die Idee von Michael Neuhäusel und Steve Schneider, die das Impftaxi Saar ins Leben gerufen haben.

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Taxi-Service für Impfberechtigte
Audio [SR 3, Steffani Balle, 24.03.2021, Länge: 03:06 Min.]
Taxi-Service für Impfberechtigte

Teilnehmen können daran prinzipiell alle Taxi-Unternehmen. Sie müssen sich jedoch an bestimmte Regeln halten. So muss es etwa im Taxi eine Trennscheibe zwischen Fahrer und Gast geben und alle Teile, die der Fahrgast berührt, müssen nach jeder Fahrt desinfiziert werden. Außerdem bezahlt jedes teilnehmende Unternehmen eine Grundpauschale und erhält damit den Zugang zu der App, mit der die Fahrten vermittelt werden.

Zusätzlich zu der Fahrt zum Impfzentrum kann auch eine Begleitung im Impfzentrum gebucht werden. Diese kostet 28 Euro. Interessierte können den Service über www.impftaxi-saarland.de oder telefonisch unter 0800/7071111 buchen. Neben dem "Impftaxi"-Service bieten auch Hilfsdienste wie etwa das Deutsche Rote Kreuz Fahrten zu den Impfzentren mit möglicher Begleitung an.

Weitere Hilfsangebote für Impfberechtigte im Saarland

Corona-Impfung im Saarland
Hilfsangebote für Impfberechtigte
Drei zentrale Impfzentren gibt es im Saarland und man kann sich im Grunde frei entscheiden, in welchem Zentrum man sich impfen lassen will. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, sich selbstständig um einen Termin zu kümmern oder zum Impfzentrum zu fahren. Das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, Gemeinden und Ehrenamtsbörsen bieten deshalb ihre Unterstützung an.

Über dieses Thema hat auch die "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 24.03.2021 berichtet.

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