Eine Prostituierte steht in einem Bordell am Fenster ihres Arbeitszimmers. (Foto: picture alliance/dpa | Markus Scholz)

Prostituierte arbeiten immer öfter in Wohnungen

Andree Werner   05.10.2021 | 10:30 Uhr

Seit 20 Jahren ist die "Förderung der Prostitution" in Deutschland nicht mehr strafbar. Prostitution gilt nicht mehr als sittenwidrig, sondern als Gewerbe wie andere auch. Trotzdem werden die Stimmen, Prostitution zu verbieten oder gar unter Strafe zu stellen immer zahlreicher. Wir schauen auf die aktuelle Situation im Saarland am "Internationalen Tag gegen die Prostitution".

Das Europaparlament forderte bereits 2014 in einer nicht verbindlichen Resolution, Freier EU-weit zu bestrafen, weil Prostitution die Menschenwürde der Prostituierten verletze. Genau diesen Weg ging Schweden mit seinem "Nordischen Modell". Dort ist "Sexkauf" seit mehr als 20 Jahren verboten. Der Freier wird bestraft, die Prostituierte nicht - sie erhält staatliche Hilfe zum Ausstieg. Elf Länder, darunter Frankreich, haben heute ähnliche Gesetze. Deutschland gilt weiterhin als das "billige Bordell Europas".

Im SR 3-Interview sprechen wir mit dem "Aldona e.V.", der Fachberatungsstelle für Prostituierte im Saarland. Wir fragen, wie die Prostituierten bislang durch die Corona-Pandemie gekommen sind und welche Probleme sich noch daraus ergeben.

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Prostitution: Arbeit verlagert sich mehr in Wohnungen
Audio [SR 3, (c) SR 3, 05.10.2021, Länge: 04:37 Min.]
Prostitution: Arbeit verlagert sich mehr in Wohnungen

Ein Thema auf SR 3 Saarlandwelle am 05.10.21 in der Sendung "Region am Mittag".

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