Keramikatelier Lyn Riccardo  (Foto: SR/René Henkgen)

Zu Besuch im Keramikatelier von Lyn Riccardo

René Henkgen   11.03.2022 | 10:20 Uhr

Schauen, anfassen, staunen. Damit werben die Töpfereien an diesem Wochenende zum Tag der offenen Tür. Deutschlandweit öffnen die Keramikwerkstätten, Studios, Töpfereien und Ateliers ihre Pforten für die Besucher. Darunter auch zehn im Saarland. So beispielsweise das Keramikatelier von Lyn Riccardo.

Verschiedenste Schalen, Vasen und Tassen – alles handgemacht. Die Schmuckstücke stehen im Ausstellungsraum des Keramikateliers von Lyn Riccardo in Weiten bei Mettlach.

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Zu Besuch im Keramikatelier von Lyn Riccardo
Audio [SR 3, René Henkgen, 11.03.2022, Länge: 02:33 Min.]
Zu Besuch im Keramikatelier von Lyn Riccardo

Schon seit über 30 Jahren lebt Lyn Riccardo im Saarland. Sie stammt ursprünglich aus New York, wo sie auch als Dozentin gearbeitet hat. Es habe zu der Zeit ein Projekt mit V&B gegeben und "ich habe Helmut kennengelernt, bin hierher gezogen und wir haben geheiratet."

Ihr Mann Helmut Frank hat viele Jahre bei Villeroy & Boch gearbeitet. Inzwischen ist er im Ruhestand. Doch das Porzellan hat ihn nie losgelassen. „Ich versuche, das Porzellan auszureizen", sagt er. Auszureizen hinsichtlich der Größe und hinsichtlich der Transparenz. "Ich arbeite sehr experimentell", sagt er. Porzellan werde sehr hoch gebrannt, bis zum Schmelzpunkt und dann ist es sehr weich, und das ist ein Punkt, der mich sehr interessiert: Was passiert im Brand mit dem Material?“

Keramikatelier Lyn Riccardo  (Foto: SR/René Henkgen)

Das Ergebnis können sich die Besucher an diesem Wochenende anschauen und sich dabei von Helmut Frank und Lyn Ricardo auch allerlei Wissenswertes über Porzellan und die Arbeit damit erzählen lassen.

Tipp
www.tag-der-offenen-toepferei.de
12./13. März von 10.00 bis 18.00 Uhr
Neben dem Keramikatelier von Lyn Riccardo in Weiten haben am Samstag und Sonntag auch Töpfereien in Lebach, Ottweiler oder Saarlouis ihre Türen für alle Besucher geöffnet.

Lyn Ricardo empfiehlt allen Interessierten darüber hinaus, sich am Wochenende mehrere Töpfereien anzuschauen. Dann werde einem die Vielfalt im Töpfer-Handwerk nochmal deutlicher, denn jeder arbeite anders, jeder habe andere Methoden, sich auf andere Dinge spezialisiert, sagt sie.

Was jedoch allen gemeinsam ist: Das Töpferhandwerk - wie die meisten tradionellen Kunsthandwerke - ist zwar recht arbeitsintensiv, viel Geld lässt sich damit aber heutzutage nicht mehr verdienen. Dafür aber macht Lyn Ricardo ihre Arbeit umso mehr Spaß.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 11.03.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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