Apfelbaum auf einer Streuobstwiese (Foto: pixabay (CC0))

Lieber mitnehmen als verfaulen lassen

Streuobst für alle?

Oliver Buchholz   18.09.2020 | 12:55 Uhr

Die Obstbäume im Saarland hängen brechend voll - auch auf den Streuobstwiesen. Äpfel, Birnen, Zwetschgen sind erntereif. Oftmals wird das Obst aber gar nicht genutzt. Doch darf man es einfach mitnehmen? Der Bundestagsabgeordnete Markus Tressel von den Grünen hat nun vorgeschlagen die Bäume, an denen man sich einfach bedienen kann, mit gelben Bändern zu markieren.

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Streuobst: Lieber mitnehmen als verfaulen lassen
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 18.09.2020, Länge: 03:10 Min.]
Streuobst: Lieber mitnehmen als verfaulen lassen

Der Vorschlag Tressels richtet sich an die Kommunen. Sie könnten an Baumbesitzer, die ihr Obst nicht selber nutzen, gelbe Bänder verteilen, mit denen die Obstbäume markiert werden könnten, an denen man sich bedienen darf. Doch nicht nur der Grünen-Politiker macht sich Gedanken über das nicht genutzte Streuobst.

Manfred Müller ist der erste Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Saarwellingen. Auf der zwei Hektar großen Streuobstwiese des Vereins stehen über 200 Bäume. Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Quitten, Kirschen, Mirabellen. Das Obst bietet der Verein über die Streuobstbörse der Gartenbauvereine an, jeder kann kommen und sich Obst kostenlos mitnehmen.

Vielerorts aber wird das Obst nicht geerntet, sondern verfault einfach. Genau das versuchen verschiedene Initiativen zu verhindern. So zum Internetseite Mundraub.org, auf der man in seiner Umgebung Obstbäume finden kann, an denen man sich kostenlos bedienen darf.

Lieber mitnehmen als verfaulen lassen

Ein paar Meter vom Gelände des OGV Saarwellingen entfernt stehen am Wanderparkplatz zur Mühlenbach-Schluchtentour fünf Apfelbäume. Einiges an Obst liegt schon auf der Erde, wem genau die Bäume gehören, ist unklar. Die Wanderer vor Ort sind sich einig: Es wäre sinnvoll, solche Bäume zu markieren, damit man sehen kann, ob man sich einfach bedienen darf, denn Obst, das einfach verfault, ist den meisten ein Ärgernis.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 18.09.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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