Susanne Kreuz von der Näherei Jajoma (Foto: Christian Ignatzi/SR)

Nähaktion in Bliesener "Stofferia"

Mit Informationen von Christian Ignatzi   28.02.2020 | 11:38 Uhr

Menschen, die eine Chemotherapie machen, verlieren oft ihre Haare. Damit sie sich besser fühlen, gibt es spezielle Mützen. In Bliesen findet am 8. März eine Nähaktion für den guten Zweck statt.

Nähaktion in der Stofferia
Audio [SR 3, Christian Ignatzi, 28.02.2020, Länge: 02:50 Min.]
Nähaktion in der Stofferia

Orangene Mützen aus dünnem Stoff mit gleichfarbigen Schleifchen vorn drauf – das sind die Bliesener Onkomützen für Kinder. Für Erwachsene seien sie ein wenig schlichter, sie alle erfüllten aber denselben Zweck, sagt Susanne Kreuz von der Näherei Jajoma in Bliesen. "Eine Onkomütze ist vom Schnitt her ein Beanie oder auch eine andere Mütze für Krebspatienten, die in Therapie sind und die mit dem Verlust ihrer Haare zu kämpfen haben. Die bedecken damit den Kopf mit dieser Onkomütze, damit es nicht so kalt ist."

Größter Teil geht nach Homburg

Onkomützen sind keine neue Erfindung. In ganz Deutschland gibt es Nähaktionen, die Onkologien mit solchen Helfern beliefern. "Der größte Teil geht zur Onkologie nach Homburg", so Kreuz. Was übrig bleibt, geht dann an eine Facebook-Gruppe, die die Mützen deutschlandweit verteilt.

Am 8. März findet von 11.00 bis 15.00 Uhr eine Nähaktion in Bliesen statt. Dafür haben Kunden der Näherei und ein Stoffhersteller schon die Rohmaterialien gespendet.

Bislang 17 Anmeldungen

17 Anmeldungen hat Susanne Kreuz bis jetzt zusammen. Wenn mehr dazukommen, könnte es sein, dass sie die Turnhalle in der Nähe mieten muss, damit alle Helfer Platz haben. Aber das würde sie gern machen, denn es liegt ihr am Herzen, das gemeinsam zu machen – auch wenn viele, die keine Zeit haben, die Mützen zuhause fertigen.

Am Herzen liegen – das ist ein gutes Stichwort. Denn genau deshalb hat sich Susanne Kreuz dafür entschieden, die Onkomützenaktion zu machen. "Nähen ist was Tolles, das das Herz erwärmt. Und wenn man das dann für Menschen macht, die es vielleicht nicht können oder die sich darüber freuen, dann ist das noch herzerwärmender. Und deshalb machen wir das.“

Nächste Aktion schon geplant

Angefangen habe die Gruppe vergangenes Jahr mit Mützen für Frühchen und Sternenkinder, erzählt Kreuz. Dann habe es kürzlich noch die Aktion für Tiere in Australien gegeben – und die Entscheidung, mit den Onkomützen weiterzumachen. Die nächste Aktion soll für das Hospiz in Schmelz gedacht sein. "Die benötigen Kisschen in Herzform und normaler Kissenform für die Aromatherapie. Das kommt wohl sehr gut bei diesen Menschen an und unterstützt sie."

Wer mitmachen will, kann sich über die Facebookseite bei der Jajoma Kreativwerkstatt in Bliesen melden.

Über dieses Thema haben auch die Bunten Funkminuten auf SR3 vom 28.02.2020 berichtet.

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