Steinkauz (Foto: SR/Lena Schmidtke)

Auf der Suche nach dem Steinkauz

Lena Schmidtke   03.03.2020 | 09:30 Uhr

Er kann seinen Kopf um 180 Grad drehen, hat lange Klauen, einen spitzen Schnabel und gelbe Augen: der Steinkauz. Sein Lebensraum sind Streuobstwiesen mit überwiegend altem Baumbestand, und da liegt auch das Problem. Alte Bäume mit Bruthöhlen werden immer seltener. Der NABU hilft deshalb mit Nistkästen und Nachzuchten, die dann wieder ausgewildert werden. Um den Menschen diesen heimischen Jäger näher zu bringen, bietet der NABU regelmäßig Steinkauz-Wanderungen an.

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Auf der Suche nach dem Steinkauz
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 03.03.2020, Länge: 02:24 Min.]
Auf der Suche nach dem Steinkauz

Der Steinkauz ist die drittkleinste Eule Europas. Er wird rund 20 Zentimeter groß und hat eine Flügelspannweite zwischen 55 und 62 Zentimetern. Die Hauptnahrung des kleinen Raubvogels sind Mäuse, kleinere Vögel und Käfer. Eigentlich sei der Steinkauz ein possierliches Kerlchen, sagt Axel Hagedorn vom Naturschutzbund NABU Fechingen-Kleinblittersdorf. "Auf dem Boden ist er flink wie eine Maus, wenn er aufgeregt ist, nickst er immer wieder und geht auch in die Knie".

Hagedorn ist ein großer Steinkauz-Fan. Er züchtet die Vögel und wildert den Nachwuchs wieder aus. Die gefährdete Tierart braucht nämlich Hilfe, denn es gibt immer weniger natürliche Bruthöhlen für den Vogel. Deshalb hängt der NABU auch zusätzlich Brutkästen auf.

Steinkauz-Wanderung

Um den kleinen Eulenvogel den Menschen näher zu bringen, bietet der NABU Steinkauz-Wanderungen an. Die nächste findet am Freitag, 13. März in Auersmacher statt. Start ist um 18.00 Uhr am Parkplatz Barbarahöhe. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich. Weitere Infos unter: www.nabu-fechingen-kleinblittersdorf.de

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