Autos stehen im Stau. (Symbolbild) (Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Was ändert sich 2023 im Straßenverkehr

mit Informationen von Stephan Deppen/ Onlinefassung: Rebecca Lambert   31.12.2022 | 11:20 Uhr

Erst einmal aufatmen, denn die CO2-Steuer kommt nicht zum 01. Januar 2023, sondern verzögert sich auf 2024. Was sich mit dem Jahreswechsel ändert, erklärt Frank Finkler vom ADAC Saarland im Gespräch mit Stephan Deppen.

Zum 01. Januar 2023 soll sich einiges ändern. Und das auch im Straßenverkehr. Aber wie sehen die Änderungen konkret aus?

Audio

Service A und V: Was ändert sich 2023 im Straßenverkehr?
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 31.12.2022, Länge: 03:02 Min.]
Service A und V: Was ändert sich 2023 im Straßenverkehr?

Die Verwerfungen des zu Ende gehenden Jahres wirken sich auch auf alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer aus, die mit Verbrennermotoren unterwegs sind. Das heißt: Wegen der hohen Kraftstoffpreise wird die CO2- Steuer ab morgen nicht weiter erhöht, sondern verzögert auf 2024. Frank Finkler vom ADAC Saarland sagt, dass die Steuer etwa 1,5 Cent betragen hätte. Die Einsparung ist also überschaubar.

Neue Vignetten

An anderer Stelle wird es aber teurer: So erhöht Österreich die Vignettenpreise für Autobahnen. Und die Schweiz führt eine e-Vignette ein. Die Klebevignette gelte aber weiter, sagt Finkler.

Umweltzonen und Umweltplaketten

Und nicht nur die Nachbarn Österreich und Schweiz führen Neuerungen ein. In Spanien überlegen einige Städte die Umweltzonen auszudehnen. Und in Straßburg endet die Schonfrist für Autos ohne Umweltplakette.

Neuer Verbandskasten

Egal, wo man mit dem Auto unterwegs ist, der Verbandskasten muss mit. Und der obligatorische Verbandkasten müsse ab sofort anders bestückt sein, sagt ADAC- Experte Finkler. Aber die alten Verbandskästen dürften weiter verwendet werden, wenn sie um zwei medizinische Masken ergänzt würden.

Und dann auch noch der Führerschein

Und dann kommen auch noch Änderungen beim Führerschein. Natürlich nicht für alle, aber weitere Jahrgänge müssen ihren alten grauen Lappen gegen aktuelle Ausführungen tauschen. Das betreffe die Jahrgänge 1959 bis 1964, sagt Finkler. Wer aber schon einen Checkkarten-Führerschein besitze, der nach dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde, könne sich den Weg zum Amt sparen.

Förderungen werden geringer

Ist das alles eher Kleinkram, ist eine andere Neuerung wichtig und im Einzelfall vielleicht Kauf-entscheidend: denn die Förderung zum Kauf von Elektroautos wird umgestellt. Das heißt: Sie wird verringert. Plug-in-Hybride würden nicht mehr gefördert, sondern nur noch für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge. Außerdem würden die Zuschüsse reduziert, sagt Finkler.

Warten auf das 49-Euro-Ticket

Vielleicht ist ja auch der ÖPNV künftig eine Alternative zum Auto? Das 9- Euro- Ticket im Sommer hatte Erwartungen geweckt, die aber mit dem nun angekündigten 49-Euro-Ticket nur teilweise erfüllt werden. Und das käme erst im Frühjahr zum tragen, so Finkler, vielleicht sogar erst im April oder Mai. Das 49-Euro-Ticket ist also noch Zukunftsmusik - so wie ein besseres ÖPNV- Angebot auf dem Land. Auch in Sachen Reaktivierung von Bahnstrecken im Saarland ist Geduld gefragt. Neuerliche Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollen erst im Frühjahr abgeschlossen sein.

Ein Beitrag aus der Sendung "Bunte Funkminuten" am 31.12.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja