Die Naturschutz AG der Grundschule in Kleinblittersdorf (Foto: Lena Schmidtke)

Klassenzimmer Streuobstwiese

Mit Informationen von Lena Schmidtke   25.07.2022 | 10:23 Uhr

Die Grundschule Kleinblittersdorf bringt schon den ganz Kleinen bei, wie wichtig für uns die Natur ist. Das Klassenzimmer dafür sind die ganz in der Nähe gelegenen Streuobstwiesen, wohin die Naturschutz-AG regelmäßig Ausflüge unternimmt.

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Schülerinnen und Schüler pflegen Streuobstwiesen
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 25.07.2022, Länge: 02:39 Min.]
Schülerinnen und Schüler pflegen Streuobstwiesen

Die Kinder der Naturschutz-AG der Grundschule Kleinblittersdorf stehen um einen Apfelbaum herum. Sie erfahren, dass der Baum viel zu viele Äpfel trägt, aber nicht genügend Blätter, die die Äpfel ernähren können. Darum machen sie die kleinen Äpfel weg und lassen die größeren hängen.

Grashüpfergeräusche hörbach machen

Die Naturschutz AG der Grundschule in Kleinblittersdorf (Foto: Lena Schmidtke)

Die Äpfel probieren dürfen sie natürlich auch. Das Motto der Naturschutz AG ist nämlich: Die Natur mit allen Sinnen erleben - sehen, riechen, tasten, schmecken, hören. Das geht auf der Streuobstwiese nur ein paar hundert Meter von der Grundschule entfernt prima. Hier können die Kinder alles erkunden.

Berührungsängste gibt es keine. Die Kinder finden Marienkäfer, Federn, Grashüpfer. Letzeren fangen sie mit einem Kescher ein, setzen ihn in eine Lupendose. Michael Keßler von der Naturwacht Saarland hat ein Gerät dabei, mit der er die Frequenz der Grashüpfer-Geräusche einstellen kann, und schon ist er zu hören.

Wildbienenhotels für die Streuobstwiesen

In der der Naturschutz-AG erfahren Schüler und Schülerinnen der Grundschule Kleinblittersdorf auch Interessantes zum Thema Bienen (Foto: SR 1 / Lena Schmidtke)

Lehrerin Tina Minor hat die Naturschutz-AG gegründet. „Man kann Natur ja nur schützen, wenn wir sie schätzen lernen. Das machen wir aktiv, wir schauen sie uns genau an: wie die Tiere leben, was die Pflanzen brauchen.“ Und auch, dass die Menschen die Pflanzen und Tiere brauchen und die Natur deshalb unterstützen sollten. "Zum Beispiel, indem wir einen zu voll hängenden Apfelbaum von ein paar Äpfeln befreien". Die Kinder haben auch schon Wildbienenhotels für die Streuobstwiese gebastelt und Müll im Wald gesammelt.

Alles was sie lernen, geben sie auch gerne weiter, erzählt Zweitklässlerin Anna erzählt. „Ich habe einen Menschen gesehen, der hat ganz viele Blumen gepflückt. Das fand ich nicht schön, weil die Blumen brauchen wir ja auch. Ich bin hingegangen und hab gesagt: Du da, hör mal auf, die Bienen werden aggressiv und stechen und dann bist du selbst Schuld. Und es ist auch nicht gut für uns Menschen, weil die Bienen dann keinen Honig machen können.“

Die Naturschutz AG der Grundschule in Kleinblittersdorf (Foto: Lena Schmidtke)

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 25.07.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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