Küche mit Pfanne und Schnellkochtopf (Foto: Pixabay/ Counselling)

Energiesparen mit dem Schnellkochtopf

mit Informationen von Aaron Jungwirth   28.09.2022 | 06:20 Uhr

Der französische Physiker Denis Papin hat mit seinen dampfbetriebenen Erfindungen einiges beeinflusst. Und der Nachfahre einer dieser Ideen steht seit den 80ern in so mancher Küche. Genau, der Schnellkochtopf. Mit ihm lässt sich nicht nur Energie sparen, der Klassiker liegt gerade auch wieder voll im Trend.

In vielen Haushalten steht er vielleicht noch im Schrank: der Schnellkochtopf. Und gerade wenn die Energiepreise steigen, ist es eine Überlegung wert, ob man die Töpfe nicht noch einmal hervorkramt oder sich einen neuen zulegt.

Audio

Energiesparen mit Schnellkochtopf
Audio [SR 3, Aaron Jungwirth, 28.09.2022, Länge: 02:18 Min.]
Energiesparen mit Schnellkochtopf

Energiesparer am Herd

Das Prinzip beim Schnellkochtopf ist ganz einfach: Durch Dampf und Druck werden die Speisen schneller gar und es wird Energie gespart. Der Vorteil liege darin, dass der warme Wasserdampf nicht entweiche, so Theresia Weimar-Ehl von der Verbraucherzentrale Saarland. In dem warmen Wasser sei die Energie gespeichert und der Druck steige auf 1,8 Bar. Dadurch könne die Temperatur im Inneren des Topfes bis zu 120°C erreichen.

Eine Erfindung mit langer Geschichte

Der erste Prototyp des Schnellkochtopfs hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel. 1679 konstruierte der französische Physiker Denis Papin nämlich den ersten Dampfkochtopf - den so genannten Papinschen Topf. Und der flog ihm bei der ersten Vorführung in London gleich um die Ohren. 1681 konnte Papin ihn dann zum Patent anmelden.

Erstmal Dampf ablassen

Zum Glück sind die Schnellkochtöpfe heute sicherer. Bei älteren Modellen gelte es zwar noch, die Sicherung zu kontrollieren, aber neuere Varianten ließen sich erst öffnen, wenn man vorher Dampf abgelassen hat, so Weimar-Ehl.

Qualität auch für den kleinen Geldbeutel

Wer sich einen neuen Schnellkocher zulegen möchte, sollte auf Bewertungen achten und Produkte mit CE-Siegel zu kaufen. Dabei gilt: "Hoher Preis heißt nicht unbedingt höchste Qualität", sagt Weimar-Ehl. Wenn man also auf die Testberichte achtet, kann man einen guten Topf auch für kleines Geld erhalten.

Bis zu 50 Prozent Energie sparen

Küche mit Pfanne und Schnellkochtopf (Foto: Pixabay/ Counselling)

Bei richtiger Anwenung lassen sich mit einem Schnellkochtopf bis zu 50 Prozent Energie beim Kochen einsparen. Wichtig ist dabei, dass der Boden eben ist und der Topf genau auf die Herdplatte passt. Schwerere Töpfe können die Hitze auch länger speichern.

Restwärme nutzen

Tipp von Verbraucherschützerin Theresia Weimar-Ehl: Wenn man keine Induktionsherdplatte hat, kann man die Wärme etwa fünf Minuten vor dem Kochende herunter drehen und die Restwärme von der Ofenplatte nutzen.

Ein Thema aus der Sendung "Guten Morgen" am 28.09.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja