Kabinen in einem Impfzentrum (Foto: picture alliance/dpa | Stefan Puchner)

Über Impfnachweise, Terminänderungen und Impf-Informationen

Interview: Dorothee Scharner   13.07.2021 | 12:30 Uhr

Ein Impfnachweis, obwohl gar keine Impfung stattgefunden hat, Mitarbeiter an der Hotline, die nicht auf dem aktuellsten Informationsstand sind, Probleme bei einer Terminumbuchung - immer wieder melden sich Hörer bei SR 3, die von Problemen im Zusammenhang mit der Coronaimpfung berichten. Im SR-Interview nimmt Bernd Schnabel, der Impfkoordinator im saarländischen Gesundheitsministerium, dazu Stellung.

Wer vollständig geimpft ist, erhält ein Zertifikat als Impfnachweis. Im Saarland seien bisher schon über 400.000 solcher Zertifikate ausgestellt worden, sagt Bernd Schnabel, der Impfkoordinator im saarländischen Gesundheitsministerium.

Von dem Fall, dass jemand wegen eines gesundheitlichen Problems das Impfzentrum unverrichteter Dinge wieder verlassen musste und ihm trotzdem ein Impfzertifikat ausgestellt wurde, sei ihm nichts bekannt. Um die Sache nachverfolgen zu können, bräuchte man mehr Detailinformationen. Insgesamt sei aber die Fehlerquote bei den Impfzertifikaten "extrem gering", so Schnabel.

Interview mit Bernd Schnabel, Impfkoordinator im saarländischen Gesundheitsministerium

Terminänderung und Terminabsage

Für einen Impftermin im Impfzentrum nutzen viele die Möglichkeit der Onlinebuchung. Eine Impftermin online ändern oder absagen ist auf diesem Weg aber nicht möglich. Der Grund seien Sicherheitsaspekte, um so möglichst Buchungsfehler durch den Nutzer zu vermeiden, sagt Impfkoordinator Schnabel. "Eine Umbuchung ist deshalb nur über die Hotline möglich."

Die Hotline

Immer wieder gibt es Änderungen bezüglich des Impfvorgehens - beispielsweise, dass bei der Zweitimpfung nach AstraZeneca nun Biontech verimpft werden soll. Nicht alle Mitarbeiter der Hotline schienen über solche Änderungen informiert.

Die Hotline werde von einer externen Firma im Auftrag des Gesundheitsministeriums betreut und es seien über 120 Personen, die im Einsatz seien, sagt Schnabel. Und teilweise kämen die Informationen so kurzfristig, "dass es tatsächlich Situationen geben kann, dass nicht jeder Hotlinemitarbeiter alle Informationen hat", räumt Schnabel ein.

Impfung für Kinder ab 12 Jahren

In den saarländischen Impfzentren werden Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren angeboten. Hier halte man sich an die Vorgaben der Ständigen Impfkommission (StiKo), sagt Schnabel. Die StiKo hat die Impfung empfohlen für Kinder ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen, aber auch frei gestellt, dass Personen ab zwölf Jahren ohne Vorerkrankungen geimpft werden können. Für eine Impfung müssten aber Impfling und Erziehungsberechtigter auf jeden Fall durch einen Arzt über mögliche Risiken aufgeklärt werden.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 13.07.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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