Schlossberghöhlen Homburg (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Die Schlossberghöhlen - jetzt auf eigene Faust zu erkunden

Oliver Buchholz   09.07.2018 | 16:45 Uhr

Wer in der Sommerhitze einen kühlen Ort sucht, ist in den Homburger Schlossberghöhlen gerne gesehen. Dort sind es konstant 10 Grad. Ab Freitag erweitern die Betreiber ihr Angebot. Ab dann dürfen Besucher auf eigene Faust zwei weitere Etagen der Höhlen besichtigen. Bislang durften sie sich nur in einer geführten Gruppe auf einer Ebene aufhalten.

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Die Homburger Schlossberghöhlen - jetzt auf eigene Faust zu erkunden
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 09.07.2018, Länge: 02:59 Min.]
Die Homburger Schlossberghöhlen - jetzt auf eigene Faust zu erkunden

Europas größte Buntsandsteinhöhlen - die Homburger Schlossberghöhlen - waren bisher für Besucher nur im begrenztem Umfang und mit einem Führer zu besichtigen. Das ändert sich nun. Ab dem 13. Juli stehen für die Besucher des alten Sandbergwerks nicht nur die 10. Etage, sondern auch die 11. und 12. Etage erkunden - und das auf eigene Faust.

Besichtigung auch ohne Führung möglich

Bisher gab es jede Stunde eine Führung und die Besucher, und das hieß mitunter: warten. "Nun löst der Besucher sein Ticket, bekommt seine Einweisung in die Sicherheitsbedingungen, erfährt, was er alles erleben kann und kann dann schließend losgehen", so der Homburger Kulturamtsleiter Klaus Kell.

Mehrere Jahre haben die Betreiber in den Höhlen gearbeitet, um das Angebot zu erweitern. Da es sich um ein altes Bergwerk handelt, unterstehen die Schlossberghöhlen der Bergaufsicht, und die hatte für den freien Besucherzugang zu der 11. und 12. Etage allerhand Auflagen gemacht. "Wir mussten ein Konzept vorlegen, das alles berücksichtigt, was menschenmöglich ist", sagt Kell.

Notausgänge und Videoüberwachung

Auf der gesamten Strecke, auf der Besucher unterwegs sind, wurden Notausgänge mit entsprechender Beschilderung anglegt. Über zwei Kilometer Kabel wurden verlegt, eine Internetverbindung aufgebaut und acht Kameras für die Sicherheitsüberwachung installiert. Rund 130.000 Euro hat das alles gekostet.

Bisher gab es in den Schlossberghöhlen rund 20.000 Besucher pro Jahr. Nach der Erweiterung sollen es nun bis zu 40.000 Besucher werden. Führungen durch die Höhlen werden natürlich weiterhin angeboten.


Auf einen Blick


Schlossberghöhlen Homburg (Foto: Schlossberghöhlen / Josef Scherer)

Homburger Schlossberghöhlen

Schlossberghöhenstraße 1
66424 Homburg
Telefon: 06841-2064
www.homburger-schlossberghoehlen.de

Öffnungszeiten
April bis Oktober: 9.00 - 17.00 Uhr
November bis März: 10.00 - 16.00 Uhr
Dezember und Januar: geschlossen

Abstieg vom Schlossberg:
am Hotel rechts treppabwärts, ca. 130 Stufen

Stufenloser Zugang:
ca. 800 m Fußweg vom Spitzkehrenparkplatz, Schlossberghöhenstraße

Aufstieg vom Historischen Marktplatz:
über Straße „Zu den Höhlen“ (St Michael-Kirche), ca. 140 Stufen.

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