Käthe Kruse Puppen (Foto: dpa)

Käthe Kruse Puppen aus Leidenschaft

Herbert Mangold   19.07.2018 | 12:30 Uhr

Vor genau 50 Jahren ist Käthe Kruse, die deutsche Schauspielerin, die mit ihren Puppen weltweiten Ruhm erlangte, gestorben. Ihre Puppen waren zu ihren Lebzeiten schon wertvoll und sie sind es bis heute geblieben. SR 3-Reporter Herbert Mangold hat in St. Ingbert eine Sammlerin getroffen, die ein ganzes Zimmer ihrer Puppenleidenschaft gewidmet hat.

Audio

Käthe Kruse Puppen aus Leidenschaft
Audio [SR 3, Herbert Mangold, 19.07.2018, Länge: 03:02 Min.]
Käthe Kruse Puppen aus Leidenschaft
SR 3-Repoter Herbert Mangold hat in St. Ingbert eine Sammlerin getroffen, die ein ganzes Zimmer ihrer Puppenleidenschaft gewidmet hat.

Angefangen hat es mit einer Käthe Kruse Puppe, ein Däumelinchen. Heute hat Brigitte aus St. Ingbert fast 280 Puppen und sie sitzen nicht einfach aufgereiht nebeneinander, sondern sie sind quasi in Aktion. Die Sammlerin hat sie in Puppenstuben platziert. Die eine kocht, andere sind in der Schule und wieder andere sind in Ferien. Und jede ihrer Puppen hat auch einen Namen.

Die Erfindung der Käthe Kruse Puppe

Video [aktueller bericht, 19.07.2018, Länge: 3:22 Min.]
Käthe Kruse und ihre Leidenschaft zu Puppen

Die erste Käthe Kruse Puppe erblickte 1905 das Licht der Welt. Käthe Kruse war mit den Puppen, die es damals gab, nicht glücklich. Sie wollte ihrer Tochter eine Puppe schenken, mit der diese auch richtig spielen konnte, eine Puppe, die nicht so zerbrechlich war wie die damals üblichen Puppen mit ihren Porzellanköpfen und zerbrechlichen Körpern. Es entstand die Kartoffelpuppe - auch als Sandbaby bekannt. Sie bestand aus einem Handtuch, etwas Sand für die Füllung und einer Kartoffel als Kopf. Handtuch, Sand und Kartoffel wurden bald abgelöst von Stoff, Tierhaar - geblieben ist, dass die Puppen weich und anschmiegsam sind.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 19.07.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

Artikel mit anderen teilen