Salzhalle der Straßenmeisterei Rohrbach  (Foto: SR/Lisa Krauser)

Saarländische Salzlager noch gut gefüllt

mit Informationen von Lisa Krauser   27.01.2021 | 16:00 Uhr

Aktuell heißt es im Saarland mal wieder: Viel, viel Schnee - und somit reichlich zu tun für die Winterdienste. Die müssen streuen, was das Zeug hält. Da sind schnell mal einige Tonnen Salz verbraucht. Aber wie sieht es denn aus in den Salzlagern? Sind die nach den schneereichen Wochen noch voll genug? SR-Reporterin Lisa Krauser war auf dem Hof der Straßenmeisterei in Rohrbach bei St.Ingbert zu Besuch.

Zu Besuch in der Straßenmeisterei in St.Ingbert
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 27.01.2021, Länge: 02:53 Min.]
Zu Besuch in der Straßenmeisterei in St.Ingbert

Florian Strack, Leiter der Straßenmeisterei, erklärt, dass die eigentliche Überwachung der Salzbestände mittels eines Systems erfolgt. Hier haben sie die Möglichkeit, onlinebasiert auf ihre ganzen Salzbestände zuzugreifen und die Lagerbestände zu überwachen.

In einer Tabelle ist genau aufgelistet, wo noch viel Salz gelagert ist. Das seien Schätzwerte, die über Algortihmen ermittelt werden, erklärt Florian Strack. Ob diese Werte hinkommen, wird regelmäßig von den Einsatzleiterin überprüft. "Die fahren im Rahmen ihrer Routen auch an den Salzbeständen vorbei, gucken rein, die Daten werden vor Ort überprüft. Ganz verlassen kann man sich auf Systeme nicht immer. Aber zu 90 Prozent zutreffend", so der Leiter der Straßenmeisterei.

Keine Sorgen über Engpässe

Auch wenn manche Bestände schon über die Hälfte leer sind - Sorge, dass diesen Winter das Salz ausgehen könnte, hat beim Landesbetrieb für Straßenbau niemand. Denn beim Lieferanten wird regelmäßig nachbestellt. Das neue Salz ist dann innerhalb von zwei Tagen da. Lieferengpässe gebe es eher selten. Nur in besonders harten Wintern. Und dieser Winter sei gar nicht so hart, sagt Florian Strack. Es habe zwar schon viel geschneit, allerdings hätten wir immer Glück gehabt, dass nach so einem Schneeereignis immer nochmal Tautemperaturen gekommen sind, die dem Winterdienst in die Karten gespielt haben.

Zweitlager als Absicherung

Während der Landesbetrieb für Straßenbau für Bund- und Landstraßen zuständig ist, sind die Kommunen für ihre eigenen Straßen verantwortlich. Aber auch bei den Gemeinden gibt es keine Sorgen, dass das Salz leer gehen könnte, sagt Daniel Kiefer, der Bürgermeister von Mettlach. Dort gibt es zur Sicherheit seit einigen Jahren ein Zweitlager für Salz.

Aktuell noch 660 Tonnen Salz in Rohrbach

Auch in der Straßenmeisterei in Rohrbach ist dieses Szenario sehr unwahrscheinlich. Zwar ist hier die große Salzhalle etwa zur Hälfte leer, was aber immerhin noch 660 Tonnen Salz bedeutet. Florian Strack ist sich zudem sicher, dass die Nachbestellung schon veranlasst wurde und dann die nächste Salzlieferung zu erwarten ist.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 27.01.2021.

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