Ein Autobahnschild für das Saarland auf Französisch (Foto: imago/Becker&Bredel)

Saarland soll deutsch-französische Modellregion werden

Uli Hauck   07.11.2018 | 14:24 Uhr

Die Landesregierung will die Bürger bei grenzüberschreitenden Fragen künftig stärker beteiligen. Das kündigte der zuständige Europaminister Peter Strobel (CDU) an. Das Saarland übernimmt ab 2019 für zwei Jahre den Vorsitz der Großregion.

Gemeinsam mit der französischen Nachbarregion Grand-Est will das Saarland deutsch-französische Modellregion werden. Deshalb will man sich auch beim künftigen Vorsitz für die Großregion genauer als bisher abstimmen. Auf Workshops oder Online-Plattformen sollen Saarländer ihre Sorgen und Nöte, aber auch Verbesserungsvorschläge für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einbringen können. Das Saarland will dann eng mit Grand Est an der praktischen Umsetzung in der Großregion arbeiten.

Wirtschaftskontakte sollen verbessert werden

Zusammenarbeit mit Grand-Est wird ausgebaut
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Zusammenarbeit mit Grand-Est wird ausgebaut
Was steckt hinter den Plänen? Darüber spricht SR-Moderatorin Nadine Thielen mit mit SR-Reporter Uli Hauck.

Ein Bereich könnten beispielsweise grenzüberschreitende Zweckverbände sein. Um die zu ermöglichen, sollen neue Rechtsverordnungen im Saarland vorab auf mögliche Auswirkungen für unsere Nachbarn überprüft werden. Außerdem prüft die Landesregierung am Landgericht Saarbrücken eine deutsch-französische Wirtschaftsstrafkammer einzurichten. Um der Wirtschaft neue Märkte zu erschließen, will man die Kontakte zu französisch-sprachigen Ländern verbessern, indem man beobachtendes Mitglied in der internationalen Organisation der Frankophonie wird. Das Saarlandbüro in Paris will man – nach der zweijährigen Probephase - weiter betreiben.

Über dieses Thema wurde auch in der Rundschau am 07.11.18 berichtet.

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