Sophie und Lukas Schäfer mit Mike Ogwal - Uganda-Kinderhilfeverein Kisoboka (Foto: Sophie und Lukas Schäfer)

Zwei junge Saarländer und ihr Kinderhilfsverein "Kisoboka"

Stephan Deppen   22.03.2018 | 10:00 Uhr

"Kisoboka" - bedeutet übersetzt "Es ist möglich". Es ist das Motto, das die Geschwister Sophie und Lukas Schäfer aus dem saarländischen Hasborn für ihren Verein gewählt haben, der sich um Kinder in Uganda kümmert. Seit 2014 engagieren sich die beiden zusammen mit Familie und Freunden - aktuell für einen Kindergarten.

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"Kisoboka" - "Es ist möglich"
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 22.03.2018, Länge: 02:45 Min.]
"Kisoboka" - "Es ist möglich"

Uganda: 35 Millionen Menschen, die Hälfte unter 14 Jahre alt, gerade einmal zehn Prozent können einen Kindergarten besuchen, rasantes Bevölkerungswachstum. Das sind einige Daten zu einem der ärmsten Länder Afrikas.

Web-Tipp
www.kisoboka.de

Sophie und Lukas Schäfer haben 2014 das Land besucht - und dieser Besuch "hat etwas mit uns gemacht" sagt Sophie. Und "etwas gemacht" hat sie auch seitdem mit ihrem Bruder Lukas. Zusammen mit Eltern und Freunden haben die Geschwister den Verein "Kisoboka" gegründet. Lukas studiert soziale Arbeit in Saarbrücken, Sophie ist diplomierte Sozialwissenschaftlerin. Ihr Freizeit verbringen die beiden überwiegend in oder für das Projekt in Uganda.

Viel Geld haben die beiden schon gesammelt und in Uganda investiert: Für eine Schule in der Stadt Entebbe für Ausstattung, Essen für die Kinder, regelmäßige Bezahlung für die Lehrer. Ein Repräsentant in Uganda fungierte als Bindeglied zwischen Entebbe und Hasborn. Doch Ende 2016 kam es zum Zerwürfnis.

Das Gelände des Vereins Kisoboka für den geplanten Kindergarten in Uganda (Foto: Sophie und Lukas Schäfer)
Das Gelände des Vereins Kisoboka für den geplanten Kindergarten in Uganda

Das aktuelle Projekt: ein Kindergarten

2017 dann ein Neubeginn. Das aktuelle Projekt von "Kisoboka" ist ein Kindergarten etwas außerhalb der Stadt. Zunächst für zehn Kinder. Das Grundstück hat der Verein gekauft, eingefriedet ist es auch schon - eigentlich kann es los gehen. Aber gebaut wird nur, wenn die Finanzierung gesichert ist. 100.000 Euro sollten es schon sein . Viel Geld für einen Verein mit 35 Mitgliedern - aber die Arbeitsgrundlage soll verbreitert werden, sagt Sophie Schäfer. Jeder der mitmachen wolle und jeder, der spenden wolle sei willkommen.

Die Geschwister sind optimistisch - schließlich heißt ihr Verein ja auch "Kisoboka" - "Es ist möglich".

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 22.03.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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