Polizeieinsatz in der Dudweilerstraße/Betzenstraße (Foto: SR / Sabine Wachs)

So fühlen sich Zuwanderer in Saarbrücken

Patrick Wiermer   26.02.2020 | 07:00 Uhr

Eine Woche nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau hat SR-Reporter Patrick Wiermer in Saarbrücken bei Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nachgefragt, wie tief Schmerz und Angst sitzen.

In der Dudweiler Straße in Saarbrücken trifft sich die Welt. Ein paar Hundert Meter Pflaster, die sich Araber, Juden, Türken, Kurden, Inder teilen. Eine Straße, die wohl auch dem Täter von Hanau ins Schema gepasst hätte.

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Eine Woche nach dem Anschlag in Hanau
[SR 3, Patrick Wiermer, 26.02.2020, Länge: 02:10 Min.]
Eine Woche nach dem Anschlag in Hanau

Unterschiedliche Reaktionen

Unter den diversen Geschäftsbetreibern herrscht kein einheitliches Gefühls-Bild. Ein arabischer Bäckerei-Betreiber fragt nach, wovor er Angst haben solle. Nach 25 Jahren, die er nun in Deutschland lebe, sei nie was passiert.

Andere sehen das völlig anders. Angst um die Kinder, die Familie, ganz allgemein im Alltag, stünden an der Tagesordnung. Sogar bei der Suche nach einer passenden Wohnung sei die Angst präsent. Auf eine Erdgeschoss würde Anwohner Kamal am liebsten verzichten - trotz dem Wunsch nach einem Stück Garten. "Das ist das leichteste Geschoss, das erreicht werden kann."

Ein Thema in "Guten Morgen" vom 26.02.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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