Viele Fahrgäste drängen morgens sich an der Saarbahnhaltestelle in Kleinblittersdorf (Foto: Saarbahn)

„Wir heißt Alle!

Interview mit Peter Edlinger, Geschäftsführer der Saarbahn GmbH

Interview: Dorothee Scharner   31.08.2021 | 12:15 Uhr

„Wir heißt Alle!" - so lautet der Slogan einer Kampagne der Saarbahn gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung. In den letzten Monaten und Wochen habe es immer wieder kleinere Vorfälle gegeben gegenüber Fahrgästen und dem Personal. Dagegen wolle man sensibiliseren, sagt Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger.

Die Saarbahn will offensiv gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen und hat dazu eine Kampagne gestartet.

Video [aktueller bericht, 31.08.2021, Länge: 3:04 Min.]
Saarbahn startet Antidiskriminierungskampagne

Es gebe immer wieder rassistisch motivierte Angriffe - unlängst erst gegen ein Kind in der Saarbahn durch einen Fahrgast - und erst am Montag habe es einen Vorfall mit einem Reichsbürger gegeben, sagt Peter Edlinger, der Geschäftsführer der Saarbahn GmbH. Solche Vorfälle und auch Angriffe gegen das Fahr- und Kontrollpersonal - oftmals verbunden mit rassistischen Äußerungen - würden immer wieder vorkommen und dagegen wolle man angehen.

Weitere Informationen
www.saarbahn.de

Es soll für das Thema sensibilisiert werden, sagt Edlinger. Dazu werde es eine Plakatkampagne geben. Ergänzt werde diese mit Handzetteln, die Handlungsempfehlungen geben, was man im Fall der Fälle tun kann, "weil vielfach die Leute überfordert sind, mit den Situationen umzugehen."

Beschwerdestellen und Schulungen

Saarbahn-Geschäftsführer: "Wir wollen sensibilisieren und aufklären"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner, 31.08.2021, Länge: 04:03 Min.]
Saarbahn-Geschäftsführer: "Wir wollen sensibilisieren und aufklären"

Unterstützt wird die Saarbahn bei dieser Aktion vom Antidiskriminierungsforum Saar. Bei der Saarbahn selbst überprüfe man zurzeit, ob die bestehenden Stellen, an die sich Fahrgäste wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Beschwerden wenden können, entsprechend erweitert werden können, so Edlinger.

Darüber hinaus soll es Deeskalations-Trainings für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben.

Mehr Intergrationsarbeit auch nach innen

Und mit Schulungen und gemeinsamen Aktionen wolle man auch die Integration innerhalb des Unternehmens stärken, so der Geschäftsführer. Bei der Saarbahn gebe es knapp 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 17 Nationen "und wir wollen, dass wir als Team mehr als bisher zusammenwachsen."

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 31.08.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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