Symbolbild Angst  (Foto: Pixabay)

Ängste anpacken und abschütteln

Zuversichtlich ins Neue Jahr

Interview: Carmen Bachmann   09.01.2023 | 11:20 Uhr

"Jetzt wird alles anders!" Am Anfang eines neuen Jahres hat man gerne gute Vorsätze, will einiges verändern. Doch nicht selten verhindern alte Ängste diese Veränderung und dann bleibt doch alles beim Alten. Stillstand bringt aber keine Veränderung. Wie kann ich meine Ängste abschütteln? Tipps von der Expertin.

Nicht selten halten uns Ängste ab, etwas an unserem Leben zu ändern. Die Angst vor dem Unbekannten oder den möglichen Konsequenzen. Wie man sich auf seine Ängste einlässt und sie austrickst, weiß Lebenshilfe-Expertin Alexandra Karr-Meng.

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Ratgeber: Ängste überwinden
Audio [SR 3, Interview: Carmen Bachmann (c) SR, 09.01.2023, Länge: 05:51 Min.]
Ratgeber: Ängste überwinden

Angst kann auch gut sein

Angst ist nicht nur schlecht, sagt Alexandra Karr-Meng: "Angst ist immer so negativ belegt. Aber ich sage immer: Angst ist auch etwas Gutes, denn sie will uns vor etwas bewahren - was immer das auch ist."

Angst braucht Mut und Rationalität

Angst sitzt tief in unserem Inneren: ob es die Angst ist, unter Leute zu gehen, sich einen neuen Job zu suchen oder auch etwas, dass uns davon abhält, Sport zu machen oder eine Diät zu beginnen.

Um Ängste zu überwinden und Neues zu wagen, etwas in die Wege zu leiten, brauche es Mut und Vernunft, sagt die Expertin. Wer Angst vor Neuem hat und lieber an alten Dingen festhält, dem hilft vielleicht eine Pro-und Contra- Liste. Was hält mich im alten Job? Welche Vorteile würde ein Neuer bringen? Entscheidungen sollten gut durchleuchtet werden, so machen sie weniger Angst.

Ängste analysieren

Warum und wovor habe ich Angst? Wenn eine Situation genau analysiert wird, wird sie klarer und man weiß, wo etwas herkommt. Unbekanntes verliert den Schrecken und macht weniger Angst.

Tipps für die "Haderer"- Wenn man sich selbst im Weg steht

Menschen, die schon vorher die Probleme sehen und deshalb nicht handeln, nennt Alexandra Karr-Meng "Haderer". Sie sollten nicht alles "zerdenken", sondern einfach mal tun, sagt die Expertin: "Stellen Sie sich vor, die stünden auf dem Drei-Meter-Brett, bräuchten einen Schubs, um ins kalte Wasser zu springen. Dieser Schubs muss bei den Haderern oft von extern kommen". Diesen Menschen gelinge Veränderung nur schlecht aus eigener Kraft. Sie seien meistens über viele Jahre unzufrieden, bevor sie den Mut aufbrüngen würden, etwas zu ändern.

Scheitern immer einkalkulieren

Fehler machen ist menschlich und gehört zum Leben dazu, sagt Alexandra Karr-Meng: "Ich lerne durch das Scheitern, durch Fehler machen - das muss erstmal ins Bewusstsein kommen." Sollte ich merken, dass eine Entscheidung falsch war, dann aktiv bleiben und diese rückgängig machen oder eine andere Entscheidung treffen, rät die Expertin. Stillstand bringt keine Veränderung.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 09.01.2023 auf SR 3 Saarlandwelle

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