Krankenhäuser im Saarland: SHG-Kliniken in Völklingen (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Mehr Kooperation deutsch-französischer Kliniken

mit Informationen von Lisa Huth   09.01.2019 | 06:54 Uhr

Für die deutsch-französische Grenzregion soll es bald einen Rahmenvertrag über die Zusammenarbeit von Krankenhäusern geben. Bei dem seit fünf Jahren geplanten Projekt „Mosar“ hatten zuletzt die deutschen Krankenkassen gebremst. Nun steht der Vertragsabschluss offenbar unmittelbar bevor. Entsprechende Angaben des Forbacher Abgeordneten in Paris, Arend, hat die Gesundheitsagentur der Region „Grand Est“ dem SR bestätigt. 

Nachdem das Projekt über Jahre vor sich hin gedümpelt hatte, hatte Christophe Arend kurzerhand dem französischen Premierminister einen „Rapport“ vorgelegt - und in verhältnismäßig kurzer Zeit kam die Zustimmung: Bereits Ende Februar, Anfang März soll ein Rahmenvertrag zur Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern entlang der Grenze auf französischer Seite und Krankenhäusern in Saarbrücken und Zweibrücken unterschrieben werden.

Er umfasst fünf Gesundheitsbereiche: Kardiologie, Neurochirurgie, Nachsorge und Reha, Geburtsnachsorge und Nuklearmedizin. Außerdem geplant ist eine Ausweitung der Kooperation in der Kardiologie zwischen Völklingen und Forbach auf Saargemünd. Einzelheiten müssen noch festgelegt werden.

Der frühere Chefarzt der Herzchirurgie in Völklingen, Dr. Helmut Isringhaus, sagte, wenn der Vertrag tatsächlich unterschrieben würde, wäre dies ein großer Fortschritt in der grenzüberschreitenden Patientenversorgung. Er hatte die bestehende Kooperation zwischen Völklingen und Forbach mitinitiiert.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 09.01.2018 berichtet.