Heinz Klein auf seiner Tour mit dem Rad quer durch Deutschland (Foto: Heinz Klein)

Mit dem Fahrrad einmal quer durch Deutschland

mit Informationen von Sarah Sassou   14.07.2021 | 15:15 Uhr

Einmal vom nördlichsten Punkt Deutschlands, nämlich Sylt, zum südlichsten, der liegt im Allgäu bei Oberstdorf: Heinz Klein aus Rehlingen-Siersburg hat die Strecke jetzt mit dem Fahrrad bewältigt. Aber nicht einfach aus purer Radlerlust, sondern um auf die weltweite Missachtung der Menschenrechte aufmerksam zu machen. Ob ihm das gelungen ist?

Heinz Klein ist zurück von seiner Deutschlandtour: Nach mehr als 1100 Kilometern endete sie in Oberstdorf im Allgäu.

Voller Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte

Elf Tage war der Zahnarzt im Ruhestand einmal von Sylt ins Allgäu, nur mit seiner Körperkraft, geradelt. Schon die erste Etappe war eine Herausforderung, mit über 170 km, erzählt Klein. So eine Strecke sei er noch nie innerhalb eines Tages gefahren.

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Einmal mit dem Rad quer durch Deutschland für den guten Zweck
Audio [SR 3, Sarah Sassou , 14.07.2021, Länge: 03:01 Min.]
Einmal mit dem Rad quer durch Deutschland für den guten Zweck

Aber die Anstrengung sei kein Vergleich zu der, die viele Menschen auf der ganzen Welt unternähmen und sich für die Einhaltung der Menschenrechte engagierten, sagt Klein. Denn die will er unterstützen. Auf seiner Tour sammelte er Geld für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Schon seit mehr als 40 Jahren engagiert er sich hier.

Seit er im Ruhestand ist, hat Heinz Klein mit Aktionen schon rund 15.000 Euro gesammelt. Und auch dieses Mal hofft er darauf, dass viel zusammenkommt, für eine Sache, die ihm besonders am Herzen liegt. Sein persönliches Anliegen ist es, Menschen, die unwahrscheinlich gelitten haben, zumindest wieder eine kleine Perspektive zu geben. Dabei geht es ihm um Projekte innerhalb Deutschland, die Folteropfer medizinisch und psychologisch unterstützen und beraten.

Träume-Tour nennt er seine Radtour

Elf Tage, in denen er viel erlebt hat: Der Norddeutsche Rundfunk hat ihn zum Start fürs Radio interviewt, woraufhin ihn auf der Strecke Autos angehupt und Menschen zugewunken hätten, erzählt er. Ein älterer Radfahrer habe ihn auf einer anderen Etappe rund 30 Kilometer begleitet.

Jeden Abend hat Klein etwas in seinen Internetblog geschrieben und die Erlebnisse des Tages zusammengefasst, mit ein paar Schnappschüssen und einem Song, der in irgendeiner Weise das Thema Menschenrechte berührt. So erzählt Heinz: "Wenn man abends auf dem Bett liegt und auf sein Smartphone noch den Text von der Tagesetappe eingibt oder am nächsten Morgen um 5.00 Uhr weiterschreibt, damit es noch fertig wird, bevor man wieder losfährt und man sieht, gestern haben es über 70 Leute gelesen - das spornt an, das bringt Power!"

Ziel: Der südlichste Punkt Deutschlands

Schließlich erreichte er das Ziel, den Grenzstein 147 im Allgäu, der südlichste Punkt Deutschlands. Noch weiß Klein nicht, wie viel Geld bei seiner Aktion zusammengekommen ist. Aber für ihn zählt auch, dass er auf seine Art eine Anstrengung unternommen hat, um auf das Thema Menschenrechte aufmerksam zu machen. Denn laut Klein sind selbst "Kleine Schritte nach vorne, kleine Schritte in die richtige Richtung".

Wer die Erlebnisse von Heinz Kleins Deutschlandtour nachlesen will, kann das auf seinem Blog.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 14.07.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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