Die Richterbank eines Saals im Landgericht Saarbrücken. (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Anklage auf versuchten Mord

Gabor Filipp   27.11.2019 | 12:18 Uhr

Der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen einen Mann aus Völklingen war Mitte September nach mehreren Verhandlungstagen ausgesetzt worden. Am 27. November wurde er vom Saarbrücker Landgericht nun neu begonnen. Dem Angeklagten droht jetzt eine Verurteilung wegen versuchten Mordes.

Prozess neu aufgerollt: Anklage auf versuchten Mord
Audio [SR 3, Gabor Filipp, 27.11.2019, Länge: 00:55 Min.]
Prozess neu aufgerollt: Anklage auf versuchten Mord

Vorgeworfen wird dem 47-jährigen Mann, seine Ehefrau Anfang des Jahres in mehreren Fällen massiv gewürgt und dabei auch mitunter billigend ihren Tod in Kauf genommen zu haben. Laut Anklage habe er der Frau auch damit gedroht, sie umzubringen. Das Motiv, so hieß es letztlich im ausgesetzten Prozess, sei Eifersucht gewesen, ein niederer Beweggrund - somit könne auch versuchter Mord in Betracht kommen.

Angeklagter möglicherweise schuldunfähig

Das wurde jetzt nach der neuerlichen Anklageverlesung und zu Beginn eines Verfahrens, in dem alles wieder aufgerollt werden muss, von der Kammer so bekräftigt. Der vormals lebhafte Angeklagte nahm es teilnahmslos zur Kenntnis, sichtlich ruhig gestellt mit Psychopharmaka in der Merziger Psychiatrie. Auf Beschluss des Landgerichts ist er dort aufgrund einer psychischen Störung seit einigen Wochen untergebracht. Deshalb kommt für ihn auch eine verminderte Schuldfähigkeit in Frage - ganz gleich ob es zu einem Urteil wegen versuchten Totschlags oder versuchten Mordes kommt.

Ein Thema in der SR 3 Rundschau vom 27.11.2019.

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