Das Strafgesetzbuch liegt auf einer Akte. (Foto: picture alliance / Marcel Kusch/dpa)

Geständnis im Prozess um toten Motorrollerfahrer

Gabor Filipp   08.09.2020 | 12:45 Uhr

Im Prozess um den Tod eines Motorroller-Fahrers in Saarbrücken-Güdingen hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Der 34-Jährige räumte im Wesentlichen ein, im September 2016 betrunken und unter Drogeneinfluss den Rollerfahrer von hinten angefahren zu haben.

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Prozessauftakt: "Er hat den Tatvorwurf eingeräumt"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Nadine Thielen/Gabor Filipp, 08.09.2020, Länge: 03:21 Min.]
Prozessauftakt: "Er hat den Tatvorwurf eingeräumt"
SR-Reporter Garbor Filipp hat den Prozessauftakt beobachtet.

Der Angeklagte soll vor rund vier Jahren auf dem Sommerfest seines Arbeitgebers in Saarbrücken-Güdingen laut Anklage Bier, Whisky und Schnaps getrunken und zudem zuvor Amphetamine und Marihuana konsumiert haben. Obwohl er nicht im Besitz eines Führerscheins war, setzte es sich für den Weg nach Hause hinter das Steuer seines Ford Focus und nahm noch einen Bekannten auf dem Beifahrersitz mit.

Fahrerflucht

Auf seinem Weg Richtung St. Arnual rammte der gebürtige Saarlouiser mit seinem PKW gegen 23.30 Uhr einen vor ihm fahrenden Motorroller, dessen Fahrer erst gegen die Windschutzscheibe und dann auf den Asphalt aufschlug und dort schwer verletzt liegen blieb. Ohne sich um ihn zu kümmern, fuhr der Angeklagte weiter. Sein Beifahrer soll ihn angeblich dazu aufgefordert haben. Unterhalb der Burbacher Schleuse versenkte der dann das Auto in der Saar.

Das Unfallopfer, ein zweifacher Familienvater, starb eine Woche nach dem Unfall auf der Intesivstation. Der inzwischen 34 Jahre alte Angeklagte räumte beim Prozessauftakt den Tatvorwurf im Wesentlichen ein.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 08.09.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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