Keime (Foto: SR)

Bewusster Umgang mit Antibiotika: das Modellprojekt "RESIST"

Interview: Gerd Heger / Onlinefassung: Raphael Klein   19.09.2017 | 16:15 Uhr

Mit dem bundesweiten Modell-Projekt „RESIST“ der Ersatzkassen und der kassenärztlichen Vereinigung sollen Ärzte und Patienten für einen bewussteren Umgang mit Antibiotika sensibilisiert werden, um Resistenzen zu vermeiden. Das Projekt wurde am 19. September in Saarbrücken vorgestellt.

Jetzt zum Herbstbeginn startet wieder die Erkältungszeit. Vielleicht waren Sie auch schon beim Arzt und haben unter Umständen auch Antibiotika verschrieben bekommen. Der Einsatz von Antiobiotika ist jedoch nicht immer sinnvoll, er kann sogar gefährlich werden.

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Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen

Antibiotika sind wirksame Medikamente zur Behandlung von schwerwiegenden Krankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Gegen Viren sind sie jedoch wirkungslos. Werden Antibiotika unnötigerweise eingenommen, kann dies mitunter zur Bildung von Resistenzen führen. Das bedeutet: Antibiotika können dann nicht mehr wirken, weil die Bakterien gegen sie widerstandsfähig geworden sind.

Um den unnötige Einsatz von Antibiotika zu vermeiden, wurde Anfang Juli das bundesweite Projekt "RESIST" von den Ersatzkassen und der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ins Leben gerufen. "RESIST" steht für "RESISTenzvermeidung durch adäquaten Antibiotikaeinsatz bei akuten Atemwegsinfektionen".

Ziel des Projektes ist es, über den richtigen Umgang mit Antibiotika zu informieren und zu schulen. Deshalb wird speziell für Ärzte ein Online-Schulungsprogramm angeboten, um das Konzept in den Praxisalltag zu integrieren.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 19. September auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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