16kw02 mags Luftaufnahme Kleinblittersdorf, Rathaus  (Foto: SR)

Petition gegen Aluminiumwerk in Großblittersdorf

Sinin Sadeghi   23.08.2018 | 13:01 Uhr

Wegen anhaltender Rauch- und Lärmbelästigung haben Bürger aus der Gemeinde Kleinblittersdorf eine Petition gestartet. Sie fordern den Betreiber der Aluminiumwerks Fonderie Lorraine in Großblittersdorf unter anderem auf, effektivere Filteranlagen zu installieren

Das Aluminiumwerk gleich hinter der Grenze in Frankreich arbeite mit völlig veralteter Technik- so der Vorwurf der Bürgerinteressengemeinschaft. Mitarbeiter und Anwohner seien den Gasen, die beim Aluminiumschmelzen- und gießen entstehen, ungefiltert ausgesetzt.

Das muss ein Ende haben, fordert die Interessensgemeinschaft. Zudem will sie wissen, welche Schadstoffe aus dem Werk emittieren. Darüber wolle die Fonderie Lorraine bisher keine Auskunft geben.

Messungen des Landesamtes

Seit Jahren beschweren sich Anwohner über den Lärm und den starken Geruch aus dem Aluwerk. Im April hat das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz im Auftrag des Umweltministeriums begonnen Messungen durchzuführen. Erste Ergebnisse soll es im Oktober geben.

Der Interessengemeinschaft gehen die Messungen aber nicht weit genug. Sie fordern, dass zusätzlich Luft- und Lärmmessungen, sowie Dioxinmessungen durchgeführt werden.

Die Bürger hoffen, mit der Petition Druck auf die Mutterunternehmen der Fonderie Lorraine - Voit und ZF - auszuüben zu können, damit diese sich zu den Vorwürfen äußern.

In den kommenden zwei Monaten können Bürger von Kleinblittersdorf die Petition online und in örtlichen Geschäften der Gemeinde unterzeichnen.

Über dieses Thema wurde auch in der "Rundschau" am 23.08.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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