Junge niest in ein Papiertaschentuch (Foto: pixabay/sweetlouise)

"Gesundheit" wünschen wieder erlaubt

mit Informationen von Eva Lippold   22.03.2019 | 08:09 Uhr

Wir sagen Gesundheit - die Spanier "Jesus", "Santinho", ein Heiliger, die Portugiesen und "Bless you" die Briten. Es handelt sich also offenbar auch bei unserem "Gesundheit" um eine Art von Segen. Das Gesundheit-Wünschen soll übrigens noch aus dem Zeitalter der Pest, dem 14. Jahrhundert stammen.

Sechs Meter Sicherheitsabstand beim Niesen
Sechs Meter Sicherheitsabstand beim Niesen
Frühlingszeit, Heuschnupfenzeit. Da schallt einem eigentlich ständig jemand ein lautes "Hatschi" in die Ohren. Aber wieso trompeten manche Menschen wie ein Schiffshorn, andere niesen ganz süß und sanft? SR-Reporterin Eva Lippold ist diesen und anderen Fragen rund um Niesen nachgegangen.

Ein ordentlicher Nieser kann Orkanstärke erreichen! Es empfiehlt sich deshalb ein Sicherheitsabstand von sechs Metern einzuhalten. Dabei ist Niesen eigentlich ein sinnvoller Reflex, erklärt Allergologe Dirk Landwehr. Beim Niesen geht es nämlich darum Fremdkörper aus der Nase zu bekommen. Unterdrücken ist deshalb nicht zu empfehlen. Anders sieht das bei Allergikern aus, denn da reagiert der Körper mit dem Niesen auf etwas, was eigentlich gar keine Gefahr darstellt.

Ob leises oder lautes Niesen habe meistens keine körperlichen Ursachen, sagt Landwehr. Das hänge eher mit unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammen. Und wie ist das jetzt mit dem "Gesundheit" wünschen? Mittlerweile sagt der Knigge, dass man das wieder tun sollte. Es sei denn es reihen sich mehrere Nieser aneinander.

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Niesen unterdrücken ist keine gute Idee
Niesen unterdrücken ist keine gute Idee
Wir sagen Gesundheit - die Spanier "Jesus!" Santinho, also Heiliger, die Portugiesen, Bless you die Briten. Es handelt sich also offenbar auch bei unserem "Gesundheit" um eine Art von Segen. Das Gesundheit-Wünschen soll übrigens noch aus dem Zeitalter der Pest, dem 14. Jahrhundert stammen. SR-Reporterin Eva Lippold hat sich mit dem Niesen beschäftigt.

Über dieses Thema wurde auch am 22.03.19 in "Guten Morgen" auf SR3-Saarlandwelle berichtet.