Karte: Geplanter Neuzuschnitt der Pfarreien im Bistum Trier (Foto: Bischöfliches Generalvikariat Trier)

Keine Bistumsreform mehr in diesem Jahr

Oliver Buchhholz   07.02.2020 | 16:07 Uhr

Im Bistum Trier wird es in diesem Jahr keine Umsetzung der Pfarreien-Reform mehr geben. Das teilte Generalvikar von Plettenberg mit. Die Prüfung der Reform durch den Vatikan soll bis Ende April dauern.

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Neuer Zeitplan für Trierer Bistumsreform
Audio [SR 3, Oliver Buchholz., 07.02.2020, Länge: 00:47 Min.]
Neuer Zeitplan für Trierer Bistumsreform

Es war der Paukenschlag für die Strukturreform im Bistum Trier: Ende November hatte der Vatikan mitgeteilt, dass man die Reformpläne kirchenrechtlich überprüfen will. Das Startdatum für 15 der geplanten 35 neuen Großpfarreien zum 1.1.2020 konnte damit nicht eingehalten werden.

Neuer Zeitplan im Frühsommer

Am Freitag teilte das Bistum nun einen neuen vorläufigen Zeitplan für die Reform mit. Demnach soll die Prüfung der Reform im Vatikan bis zum 30. April andauern. Anschließend müsse man überlegen, wie die Reform organisatorisch und strukturell weitergehen kann. Fest steht: In diesem Jahr wird keine Großpfarrei an den Start gehen. Den neuen, endgültigen Zeitplan will die Bistumsleitung im Frühsommer vorlegen.

Generalvikar Ulrich von Plettenberg rief die Seelsorger in einem Brief aber dazu auf, unterdessen an der inhaltlichen Neuausrichtung des Bistums weiterzuarbeiten. Künftig wolle man den Fokus verstärkt auf Menschen am Rande der Gesellschaft richten.

Ursprünglich sollten die ersten Strukturreformen zum Jahreswechsel umgesetzt werden. Eine Priestergemeinschaft und eine Initiative hatten gegen die Pläne Beschwerde im Vatikan eingelegt.

Ein Thema in der "Rundschau" am 07.02.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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