Durchfahrt verboten, Umleitung (Foto: Imago Images/ImageBROKER)

Mehr Vollsperrungen wegen neuer Sicherheitsvorschriften

Stephan Deppen   15.07.2021 | 08:00 Uhr

Seit dem 13. Juli ist der Großrosselner Ortsteil Karlsbrunn nur noch eingeschränkt passierbar. Die L277 ist im Ort voll gesperrt. Und das für mehrere Wochen. Die Autofahrer müssen deshalb einen großen Umweg fahren. Der Grund für die Vollsperrung sind neue Sicherheitsvorschriften.

Starkregen Anfang Juni hatte auf der L277 in Karlsbrunn einen erheblichen Schaden verursacht. Der Kanal konnte das viele Wasser nicht ableiten. Die Straße wurde unterspült, Straße und Gehweg haben sich gehoben. Nun wird die Straße saniert - bei Vollsperrung. Und dafür gibt es zwei Gründe:

Zum einen wegen des Umfangs der notwendigen Ausbesserungsarbeiten. Und zum anderen wegen neuer Sicherheitsvorgaben für Straßenbaustellen.

Vollsperrung statt einspurig

Nach der Arbeitsstättenrichtlinie A 5.2 muss ein Baufeld größer ausgewiesen werden als bisher - zum Schutz von Bauarbeitern und Verkehrsteilnehmern.

In Zukunft mehr Vollsperrungen bei Straßenarbeiten
Audio [SR 3, Stephan Deppen/Julia Becker, 15.07.2021, Länge: 03:11 Min.]
In Zukunft mehr Vollsperrungen bei Straßenarbeiten

Das bedeutet, dass viele Landstraßen bei notwendigen Sanierungsarbeiten nicht mehr nur halbseitig, sondern voll gesperrt werden müssen, weil sie für eine nur halbseitige Baustelle zu schmal sind. Ab dem 16. Juli wird das zum Beispiel auch in Eppelborn der Fall sein.

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) versichert aber, es bei halbseitigen Sperrungen zu belassen, wann immer es geht.

Im Fall Karlsbrunn mit einer über zehn Kilometer langen Umleitung deutet der LfS an, dass die Arbeiten - passendes Wetter vorausgesetzt - schneller beendet werden könnten als die angekündigten drei bis vier Wochen.

Ein Thema in der "Rundschau" am 15.07.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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