"Vergiß' mein nicht im Kino - Wie Filmemacher*innen sich mit dem Thema Alzheimer und Demenz auseinandersetzen“ (Foto: Jens Kalaene, dpa/Bildfunk)

Nährstoffkombination kann im Alzheimer-Frühstadium helfen

Herbert Mangold   05.11.2020 | 16:30 Uhr

Alzheimer – eine Erkrankung, die für Betroffene wie Angehörige oftmals ein Albtraum ist. Und Alzheimer ist nicht heilbar. Doch nun gibt es zumindest Hoffnung, den Krankheitsverlauf im Frühstadium abzubremsen. Die Wissenschaftler am Deutschen Institut für Demenzprävention der Uni in Homburg haben herausgefunden, dass eine spezielle medizinische Nahrung den Abbau von Gehirn- und Gedächtnisleistung verlangsamen kann.

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Neue Erkenntnisse in der Alzheimer-Forschung
Audio [SR 3, Herbert Mangold, 05.11.2020, Länge: 02:59 Min.]
Neue Erkenntnisse in der Alzheimer-Forschung

Wenn logische Reihenfolgen einfach nicht mehr erkannt werden, Wörter nicht mehr im Kurzzeitgedächtnis haften bleiben oder einfache Wörter Probleme beim Lesen machen, dann können das Indizien für eine beginnende Alzheimer-Erkrankung sein.

Wissenschaftler der Uni des Saarlandes haben nun herausgefunden, dass der Abbau von Gehirn- und Gedächtnisleistung in einem sehr frühen Stadium durch spezielle Nährstoff-Kombinationen verlangsamt werden kann. Grundlage ist eine europäische medizinische Studie, bei der drei Jahre lang über 310 Patienten beobachtet wurden. Geleitet wurde die Studie vom Homburger Professor Tobias Hartmann.

"Eine signifikante Verlangsamung"

Die Ausgangsfrage war: Gibt es Stoffe, die die Zerstörung des Gehirns aufhalten können? Die Studie hat nun ergeben: Ein Aufhalten sei nicht möglich, aber eine Verlangsamung, "und zwar eine signifikante Verlangsamung", sagt Hartmann.

Sein Rat lautet deshalb: Wenn man bei sich mögliche Symptome bemerkt, sollte man so früh wie möglich einen Facharzt aufsuchen um abklären zu lassen, ob vielleicht eine Alzheimererkrankung vorliegt.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 05.11.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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