Das Schwimmbad in Kleinblittersdorf. (Foto: Susanne Wachs)

Förderverein Schwimmbad Kleinblittersdorf

  04.08.2020 | 07:30 Uhr

Vor rund einem Jahr waren Susanne Wachs und Thomas Gerber mit dem Treffpunkt Ü-Wagen beim Förderverein Schwimmbad Kleinblittersdorf. Ein Verein, der mit viel ehrenamtlichem Engagement das Bad, das vor der Schließung stand, retten konnte. Nun sind die beiden wieder hingefahren und zu sehen, wie es Bad und Förderverein in diesen Coronazeiten ergangen ist.

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Treffpunkt Ü-Wagen - nachgefragt: Förderverein Schwimmbad Kleinblittersdorf
Audio [SR 3, Susanne Wachs/Thomas Gerber, 04.08.2020, Länge: 02:36 Min.]
Treffpunkt Ü-Wagen - nachgefragt: Förderverein Schwimmbad Kleinblittersdorf

Nachdem es zunächst so schien, als wenn das Corona-Virus das Badevergnügen in den Schwimmbädern völlig ausbremsen könnte, ist seit dem 19. Juni der Badespaß wieder erlaubt. So auch in Kleinblittersdorf.

Geballter Auftritt bei der Kommunalpolitik

Der Verein ist dabei seiner Methode treu geblieben - auch in Coronazeiten. Ging es in der aktuellen Saison doch zunächst mal um die Frage: Soll das Bad überhaupt aufmachen? Denn klar ist: Die in allen Bädern üblichen Verluste dürften im Coronajahr 2020 noch höher ausfallen als sonst, weil einfach weniger Besucher zugelassen sind.

Vereinschefin Ulrike Niederländer hielt es da mit den ihren Vereinsmitgliedern wie gehabt. Wie bei der drohenden Schließung vor einigen Jahren machte sie der Kommunalpoilitik Beine. Mit 20 Leuten vom Förderverein seien sie bei der Sitzung dabei gewesen, sagt Niederländer. Und die Anwesenheit zeigte Wirkung. Einstimmung sei für die Wiedereröffnung des Bades gestimmt worden.

Badespaß mit Abstand

Seit dem 19. Juni kann in Kleinblittersdorf nun wieder dem Badevergüngen gefrönt werden. Natürlich gelten die Corona-Hygienbestimmungen. Maske im Umkleidebereich, Sprungturm geschlossen und auch im 50 Meter Becken heißt es: Abstand halten. Die Sportler trainieren getrennt von den Freizeitschwimmern - Kraulen und Brustschwimmern quasi ohne Gegenverkehr.

Der Kiosk mit Bier und Wurst ist geschlossen, keine Liegen am Beckenrand, kein Partytreiben auf den Liegewiesen. Stattdessen sitzen die Besucher, die gerade nicht durchs kühle Nass pflügen, meist in Zweiergruppen am Beckenrand und halten ihr Schwätzchen.

Die Badegäste kommen mit den Corona-Vorgaben gut zurecht. Beschwerden oder Verstöße habe es bisher keine gegeben, sagt Bademeister Markus Frey.

Eintritt nur mit Online-Ticket

Während in normalen Zeiten bis zu 1200 Badegäste pro Tag ins Kleinblittersdorfer Schwimmbad kommen, sind jetzt nur maximal 150 Besucher zugelassen. Die Eintrittskarten für das beliebte Bad gibt es jedoch nicht an der Kasse, sondern nur im Internet. Für alle, die nicht so firm sind im Umgang mit dem Internet, habe der Förderverein drei Mitglieder abgestellt, die bei der Buchung helfen, sagt Ulrike Niederländer vom Föderverein. "Das haben die Leute auch gut in Anspruch genommen."

Fast so wie vorher

Für die Freunde des Kleinblittersdorfer Bades waren die schwimmbadfreien Wochen hart. Und nicht nur für sie. Doch nun darf wieder gebadet werden. Auch die Gäste aus Frankreich sind wieder da. Und inzwischen gibt es sogar wieder das alte Gruppengefühl. Mehrmals pro Woche werden Aqua-Jogging, Zumba und Wassergymnastik angeboten. Bis zu 20 Personen können mitmachen.

Nur der Babypool muss noch warten

Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Eine eigentlich für dieses Jahr geplante Zusatzattraktion fiel dem Virus dann doch zum Opfer: das neue Planschbecken für die Allerkleinsten. Stolze 140.000 Euro inklusive neuer Wasseraufbereitung hat die Kommune dafür investiert - aber derzeit ist die überdimensionierte Baby-Wanne mit tierischen Wasserspeiern eine Unvollendete. Der Grund: Die entscheidende blaue Folie fehlt noch. Lieferengpässe. Zurzeit werden nämlich in Deutschland überall private Pools gebaut.

Ein Thema in "Guten Morgen" am 04.08.2020 auf SR 3 Saarlandwelle


Rückblick


Live und vor Ort am 05. Juli 2019
Der Treffpunkt Ü-Wagen in Kleinblittersdorf
Am Freitag, 05. Juli, war SR 3 mit dem "Treffpunkt Ü-Wagen" zu Gast in Kleinblittersdorf - und zwar im dortigen Freibad. Denn das ist dank des grenzüberschreitendenen Fördervereins wieder zu einem richtig kleinen Schmuckstück geworden. Unsere SR 3-Ü-Wagen-Reporter Susanne Wachs und Thomas Gerber berichteten über dieses besondere deutsch-französische Freundschaftsprojekt und hatten auch wieder zum Fest geladen.

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