Autos auf der Autobahn (Foto: SR)

Ist die Einzelklage die bessere Alternative?

  31.10.2018 | 08:35 Uhr

Ab dem 1. November können Diesel-Besitzer per Musterfeststellungsklage Schadenersatz einfordern. Das geht zum Beispiel über Verbände auch gemeinsam mit Anderen - ähnlich der Sammelklage in den USA. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten.

Musterfeststellungsverfahren soll Verbrauchern helfen
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Musterfeststellungsverfahren soll Verbrauchern helfen
Im Gespräch mit SR 3-Moderator Siegfried Lambert erklärt Yvonne Schmieder was es mit einer Musterfestellungsklage auf sich hat. Sie ist Bei mir im Studio ist Yvonne Schmieder ist Juristin bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Am Donnerstag startet die erste so genannte Musterfeststellungsklage gegen VW. Da geht es um den Diesel-Abgasskandal mit falsch angegebenen Schadstoffausstössen. Diese neuartige Möglichkeit der Klage soll Verbrauchern helfen sich zu wehren, doch ganz so einfach, wie oft angenommen geht es dann doch nicht, erklärt Yvonne Schmieder von der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Es gibt auch Einzelkläger

Aber nicht jeder Betroffene will sich der Musterfeststellungsverfahren anschließen: Stefan K. aus Überhherrn zum Beispiel. Er hat einen Mercedes mit Euro-Norm 6 gekauft. Nach dem Diesel-Skandal tritt er nun als Einzelkläger auf, um Mercedes dazu zu bringen, das Fahrzeug gegen eine Erstattung des Kaufpreises zurück zu nehmen.

Dabei könnte Stefan K. auch per Musterfeststellungsklage vorgehen. Damit sollen Verbraucher einen Anspruch auf Schadensersatz durchsetzen können, ohne dass sie selbst einen Prozess gegen ein Unternehmen anstrengen müssen. Verbände können dann im Namen von Geschädigten gegen Unternehmen und Dienstleister vor Gericht ziehen. Warum er nicht auf die Musterfeststellungsklage setzt und einen Weg per Einzelklage gewählt hat, erzählt er im SR 3-Interview mit Katja Preisner.

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Ist die Einzelklage die bessere Alternative?
Audio [SR 3, (c) SR 3, 31.10.2018, Länge: 03:13 Min.]
Ist die Einzelklage die bessere Alternative?

Über dieses Thema wurde auch am 31.10.2018 in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 berichtet.

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