Winona Barkey, die die selbst kreierte Visitenkarte präsentiert  (Foto: SR/Steffani Balle)

Multiple Sklerose: Mein Alltag mit MS

Steffani Balle/Onlinefassung: Jessica Sproß   30.05.2020 | 13:00 Uhr

Am 30. Mai 2020 lenkt der Welt-MS-Tag zum zwölften Mal die Aufmerksamkeit auf die Anliegen von Menschen, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. In diesem vom Coronavirus geprägten Jahr steht er unter dem Motto „Miteinander Stark“. Zum Schutz vor der Corona-Pandemie leben derzeit einige Multiple-Sklerose-Patienten in räumlicher Isolation. Um sie zu ermutigen und Unterstützung zu mobilisieren, steht daher in diesem Jahr die Botschaft im Fokus: Miteinander sind wir stärker als Multiple Sklerose!

Multiple Sklerose ist eine tückische Krankheit, mit der rund 250.000 Menschen in Deutschland leben. Auf das Saarland runtergerechnet sind das etwa 3000 Menschen, die diese unheilbare Krankheit mit sich tragen.

Meist sind es Frauen, die von der Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem die äußere, isolierende Schicht der Nervenfasern im Gehirn und im Rückenmark angreift, betroffen sind. Im Durchschnitt trifft es sie dreimal häufiger als Männer. Eine von ihnen ist Winona Barkey.

Audio

Winona: Mein Leben mit MS
Audio [SR 3, Steffani Balle, 30.05.2020, Länge: 02:26 Min.]
Winona: Mein Leben mit MS

"Die MS ist nunmal ein Teil von mir"

Mit 21 Jahren hat Winona von ihrer Krankheit erfahren. Zunächst gab es nur kleine Anzeichen, die ihr komisch vorkamen. "Ich hatte alles doppelt gesehen plötzlich, und so nach fünf Tagen kam es mir komisch vor, es wurde immer mehr und immer öfter", berichtet die mittlerweile 24-Jährige.

Winona bekommt inzwischen stärkere Medikamente, durch die sich die Entzündunggherde im Gehirn zurückgebildet haben. Den Kopf in den Sand zu stecken, kommt für sie nicht in Frage. Winona ist der Meinung, dass man die Krankheit akzeptieren muss. Man muss lernen, damit umzugehen, die MS sei nunmal ein Teil von ihr.

Ein Thema in der Sendung "Region am Mittag" am 30.05.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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