Der Kölner Dom (Foto: Christoph Hardt/Geisler-Fotopress-dpa/Report)

Meisner belastet, Woelki entlastet

  18.03.2021 | 14:39 Uhr

Beim Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln sollen vor allem Kardinal Meisner und Erzbischof Heße Pflichten verletzt haben. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Gutachten. Kardinal Woelki wird dagegen entlastet.

Zum Missbrauchsgutachten Bistum Köln: "Wir sind mit dem Verfahren nicht zufrieden"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi, 18.03.2021, Länge: 04:50 Min.]
Zum Missbrauchsgutachten Bistum Köln: "Wir sind mit dem Verfahren nicht zufrieden"
Das Gutachten stellt 200 Beschuldigte in den Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen. Eines der Opfer hat sich bereit erklärt, mit uns zu sprechen. Zum Schutz nennt er sich Christian Fischer. Er war auf dem Homburger Internat Johanneum, wo es mehrfach zu sexuellen Übergriffen kam.

Ein Gutachten sollte den Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln aufarbeiten. Am 18. März hat der Strafrechtler Björn Gercke seine Expertise vorgelegt - und dabei zahlreiche Kirchenoberen belastet. Unter anderem sollen der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, der frühere Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff und der Hamburger Erzbischof Stefan Heße bei der Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe Pflichten verletzt haben. Die meisten Pflichtverletzungen soll jedoch der 2017 verstorbene Kardinal Joachim Meisner begangen haben. Beim amtierenden Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sehe er hingegen keine Pflichtverletzungen, sagte Gercke.


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Ein Thema in der "Rundschau" am 18.03.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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