Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand (Foto: dpa)

Wieder mehr Fälle von Telefonbetrug

mit Informationen von Patrick Wiermer   24.11.2021 | 17:30 Uhr

Im Saarland häufen sich wieder Anrufe von Trickbetrügern. Mit unterschiedlichen Lügengeschichten versuchen sie, vor allem ältere Menschen zu Geldübergaben zu bewegen. Immer wieder fallen die Opfer darauf ein.

In einem aktuellen Fall von Trickbetrug erhielt ein 83-Jähriger aus Saarbrücken einen Anruf eines vermeintlichen Polizisten. Im Hintergrund weinte eine Frau, die vermeintliche Tochter des Opfers. Die habe eine schwangere Frau angefahren, so der falsche Polizist, der Staatsanwalt brauche nun 20.000 Euro für die Kaution. Das Opfer ging darauf ein, konnte den Betrügern allerdings nur 5000 Euro anbieten, woraufhin der Täter auflegte.

Polizei spricht von Betrugswelle

Das Landespolizeipräsidium spricht von einer aktuellen Betrugs-Welle. Allein am 23. November gab es vier Anzeigen von Betroffenen. Dabei werden die Lügengeschichten immer wieder anders erzählt. Vor zwei Wochen übergab ein 83-Jähriger aus Friedrichsthal den Betrügern eine fünfstellige Summe. Aktuell rufen auch falsche Ärzte an, die Geld für die Behandlung der vermeintlich an Corona erkrankten Tochter brauchen. Die Polizei rät zur Vorsicht: Wenn telefonisch Geld gefordert wird oder Geldübergaben an Fremde angebahnt werden, sollten alle Alarmglocken schrillen. 

Tipps, um Betrüger zu entlarven

Die Polizei appelliert vor allem an ältere Menschen, misstrauisch zu sein. Sie sollten:

  • auf die Frage "Rate, wer anruft" nicht antworten,
  • von angeblichen Enkeln Dinge erfragen, die nur diese Person wissen kann,
  • Angehörige oder nahestehende Personen über verdächtige Anrufe informieren und
  • sofort die Polizei verständigen.

Die Polizei verlange nie die Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen.

Ein Thema in der SR 3-Rundschau am 24.11.2021.

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