Arzt mit Stetoskop in der Hand (Foto: dpa)

Medizin-ethische Beratung jetzt auch ambulant möglich

Steffani Balle   23.11.2018 | 16:55 Uhr

Es ist für Angehörige von totkranken Patienten und deren Ärzte gleichermaßen eine schwere Entscheidung: Soll es weitere medizinische Unterstützung zur Lebensverlängerung geben? Die Ärztekammer des Saarlandes hat deshalb ein mobiles medizin-ethisches Komitee ins Leben gerufen, das am 24. November beim Ärztekongress vorgestellt wird.

Audio

Medizin-ethische Beratung jetzt auch ambulant möglich
Audio [SR 3, Steffani Balle, 23.11.2018, Länge: 03:08 Min.]
Medizin-ethische Beratung jetzt auch ambulant möglich

Dem medizin-ethischen Komitee gehören Ärzte, Pfleger und ein Theologe an. Gerät ein Arzt in einen Gewissenskonflikt oder gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob eine lebensverlängernde Maßnahme für einen todkranken Patienten angewendet werden soll, kann das Komitee angerufen werden.

Dabei solle in einem festen zeitlichen Rahmen von maximal einer Stunde der Fall strukturiert besprochen und möglichst eine gemeinsame Empfehlung erarbeitet werden, sagt der Vorsitzende des Komitees, der Palliativmediziner Bernhard Leyking.

Neu an dem Angebot ist, dass auch Fälle aufgegriffen und besprochen werden können, bei in denen Sterbende nicht in der Klinik sind, sondern zu Hause oder in einem Altenheim. Das gab es bislang nicht. In seiner Komplexität sei dieses neue Angebot deutschlandweit einmalig, so Leyking. 

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" vom 23.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle.

Artikel mit anderen teilen