Astrid Theis, Peter Bäumchen, Gisela Bleymehl vor ihrer Kirche in Mainzweiler (Foto: SR/Patrick Wiermer)

Verein kauft Kirche für Gemeinschaftshaus

Großes ehrenamtliches Engagement in Mainzweiler

mit Informationen von Patrick Wiermer   24.11.2019 | 12:25 Uhr

Auch in der Evangelischen Kirche schrumpfen Mitgliederzahlen, ist der Unterhalt von Kirchen und Gemeindehäusern vielerorts nicht mehr zu stemmen. In Mainzweiler hat ein Verein die Kirche und das Gemeindehaus übernommen. Entstanden ist ein Gemeinschaftshaus für den ganzen Ort.

Der 140 Mitglieder starke Verein hat im 960 Seelen großen Mainzweiler die alten Kirchengebäude übernommen und das ehemalige Gemeindehaus bereits zu einem florierenden Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft umfunktioniert.  

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Mainzweiler: Verein kauft Kirche für Gemeinschaftshaus
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 24.11.2019, Länge: 03:10 Min.]
Mainzweiler: Verein kauft Kirche für Gemeinschaftshaus

Ein Ort für alle

Dank dem großen ehrenamtlichen Engagement gibt es bereits viel Leben in dem ehemaligen Gemeindehaus der Kirche: Hier haben eine Krabbelgruppe, die Jugend, die Frauenhilfe, ein Café und auch Feste und Konzerte eine neue Heimstatt gefunden. Das Gebäude ist zu einem Ort für alle im Dorf geworden.

Spenden, Privatdarlehen und die Erlöse aus vielen Veranstaltungen hatten den Kauf ermöglicht. Für einen symbolischen Preis von 1000 Euro hatte der Verein zunächst das Gemeindehaus und danach die Kirche zu einem Preis von 50.000 Euro erworben. Letztere wird am 13. Dezember offiziell übergeben. Was hier entstehen soll, steht noch nicht fest.

Der markante Kirchenbau mit seinen Lichtschächten und bodentiefen Fenstern stammt aus dem Jahr 1966. Das angrenzende Gemeindehaus wurde 20 Jahre später errichtet - in Zeiten, in denen es der Kirche noch besser ging. Als die Kirchenbesucher dann nach und nach wegblieben, hatte sich 2015 die Kirchengemeinde Ottweiler dazu entschieden, sich aus wirtschaftlichen Gründen von beiden Gebäuden zu trennen.

Ein Thema in der Sendung „Region“ vom 24.11.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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