Foto: Johann Franz

Losheim sucht neues Schutzkonzept gegen Hochwasser

mit Informationen von Nadine Irmer   13.09.2022 | 11:35 Uhr

Was kommt nach dem viel zu trockenen Sommer auf uns zu? Nicht auszuschließen sind Wetterextreme mit Starkregen und Überschwemmungen. Die Gemeinde Losheim hat nun eine Firma engagiert und lässt ein Hochwasserschutzkonzept erstellen. Noch bis Ende des Monats finden in verschiedenen Ortsteilen Bürgerforen statt, um gemeinsam mit den Anwohnern über Gefahren und Schutzmaßnahmen zu diskutieren. SR 3 war in Rissenthal mit dabei.

Abgerutschte Erdmassen, Wasser im Keller, zerstörte Mauern und Fundamente. Hochwasser kann große Schäden anrichten. Doch wie kann man sich schützen? Die Gemeinde Losheim bietet dazu derzeit Informationsveranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger an. Bei diesen Bürgerforen werden den Hausbesitzern auch konkrete Vorschläge gemacht.

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Losheim sucht nach Hochwasser- Schutzkonzept
Audio [SR 3, Nadine Irmer (c) SR, 13.09.2022, Länge: 03:00 Min.]
Losheim sucht nach Hochwasser- Schutzkonzept

Zahlreiche Hausbesitzer hatten sich beim Bürgerforum im Ortsteil Rissenthal zusammen gefunden. Viele haben schon Erfahrungen mit Hochwasser gemacht und der Respekt davor ist groß.

Starkregengefahrenkarte

Schäden nach dem Starkregen im Saarland (Foto: dpa/BeckerBredel)

Für die Hochwasserschutzplanung hat die Gemeinde Losheim das Ingenieurbüro Hömme für Wasserbau aus Pölich an der Mosel mit ins Boot genommen. Das Büro hat bereits eine Starkregengefahrenkarte erstellt. Dazu wurden im Vorfeld die Gegebenheiten vor Ort genau begutachtet. Auf dieser Karten können die Bürgerinnen und Bürger sehen, wie stark für sie zuhause das Hochwasserrisiko ist.

Für Geschäftsführer und Geograph Frank Hömme ist es enorm wichtig, die Anwohner jetzt zu sensibilisieren: "Durch den Klimawandel ist es ja so, dass wir nicht nur trockenere Sommer haben, wie in diesem Jahr, sondern auch die Gefahr von Starkregenereignissen enorm zunimmt."

Und das sieht auch Torsten Bies vom Bauamt der Gemeinde Losheim so, denn jeder Hausbesitzer müsse sich zum größten Teil selbst um seinen persönlichen Schutz kümmern. Das könne nicht die Kommune allein übernehmen.

Besonders Kellerfenster bergen Risiken

Tiefliegende Kellerfenster würden leicht durch Starkregen zerstört, so Frank Hömme. Die Folge: Keller werden überflutet und dann auch die oftmals die Heizungsanlage zerstört. Bauliche Maßnahmen und besondere Umsicht bei Renovierungsarbeiten könnten hier Abhilfe schaffen.

Mehr Infos

starkregenkonzept.de/gemeinde-losheim-am-see/#Ortsbegehungen

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 13.09.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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