Feuerwehr, Fahrzeug (Foto: IMAGO / Justin Brosch)

"Saarländische Feuerwehren sehr gut aufgestellt"

Landesbrandinspekteur Timo Meyer zur Lage der Saar-Feuerwehren

Interview: Dorothee Scharner   12.07.2022 | 16:40 Uhr

Die deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft bemängelt die Arbeitsbedingungen. Löschfahrzeuge und Gerätschaften seien teilweise veraltet und es gebe massive Personal- und Nachwuchsprobleme. Aber wie sieht es im Saarland aus? Dazu im Interview: Landesbrandinspekteur Timo Meyer.

In einem Brandbrief hat die deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft Alarm geschlagen. Es gebe massive Personal- und Ausstattungsprobleme. Für das Saarland gibt Timo Meyer, Landesbrandinspekteur der Feuerwehr Saarland, jedoch Entwarnung.

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"Saarländische Feuerwehren sehr gut aufgestellt"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner / Timo Meyer, 12.07.2022, Länge: 04:07 Min.]
"Saarländische Feuerwehren sehr gut aufgestellt"

Insgesamt gut aufgestellt

Entgegen des Bundestrendes sei man bei der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken und den zahlreichen freiwilligen Feuerwehren in den Kommunen "sehr stabil aufgestellt" - sowohl bei der Ausstattung als auch beim Personal, so Meyer.

Vereinzelte Probleme

Dennoch gehe der demografische Wandel nicht spurlos an den Feuerwehren vorbei. Hier sei es wichtig, weiter um Nachwuchs zu werben, betont Meyer. Denn einen Großteil des Personals rekrutiere man aus der Jugendarbeit heraus.

Immer wichtiger werde auch die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Löschbezirken - gerade im ländlichen Raum, wo nicht immer genügend Personal im Einsatzfall verfügbar sei. Deshalb sei es mittlerweile üblich, dass die einzelnen Löschbezirke sich gegenseitig unterstützen - bis hin zu Zusammenschlüssen von Berzirken mit gemeinsamen Gerätehäusern.

Neue Technik für Extremwetterlagen

Vereinzelt gebe es auch Probleme, wo beispielsweise der Fuhrpark veraltet sei, so der Landesbrandinspekteur. In allen Landkreisen und Kommunen werde aber gerade nachgebessert.

Die Neuanschaffungen dienten auch dazu, die Wehren für aktuelle Gefahren, wie Waldbrände oder Flutkatastrophen, besser auszurüsten. Die Personalstärke sei im Saarland hierfür aber ausreichend. Es gebe genügend Wasserzüge, die sich im Ernstfall zusammenschließen und die Einsätze bewältigen könnten.

Ein Thema in der Sendung "Region am Nachmittag" am 12.07.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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