Kriegsgräberfürsorge in Lebach (Foto: SR/Steffani Balle)

Auftakt zur Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge

Steffani Balle / Onlinefassung: Jessica Sproß   07.10.2020 | 11:40 Uhr

Beim Auftakt der diesjährigen Sammlung für die Pflege der Gräber von Kriegsopfern schlugen die Organisatoren die Brücke zur Jugend: Auch Schüler und Schülerinnen des Berufsbildungszentrums Lebach waren zur Kriegsgedenkstätte auf den Friedhof in Lebach gekommen. SR3- Reporterin Steffani Balle war vor Ort.

Die Schüler und Schülerinnen des Berufsbildungszentrums Lebach haben Steine mit Friedenssymbolen bemalt und sie zum Peace-Zeichen zusammengelegt. Zuvor haben sie im Politik-Unterricht viel über die Zeit der beiden Weltkriege gelernt.

Video [aktueller bericht, 07.10.2020, Länge: 3:32 Min.]
Spenden-Sammlung für Kriegsgräberfürsorge

Dem Landesvorsitzenden des Volksbunds deutscher Kriegsgräberfürsorge Werner Hillen geht es darum, der Jugend klar zu machen, dass die Pflege von alten Soldatengräbern auch heute noch ein wichtiges Zeichen ist.

Auftakt zur Sammlung der Kriegsgräberfürsorge
Audio [SR 3, Steffani Balle, 07.10.2020, Länge: 03:07 Min.]
Auftakt zur Sammlung der Kriegsgräberfürsorge

Die Geburts- und Sterbedaten auf den Grabplatten in der Gedenkstätte in Lebach zeigen: Hier sind junge Menschen im Alter zwischen 17 und 35 Jahren gestorben. Völlig unnötig.

Erinnerungskultur müsste doch eigentlich Bundesaufgabe sein, sollte man meinen. Der Löwenanteil für die Pflege der Kriegsgräber käme aber aus privaten Kassen, sagt Werner Hillen. Das Geld komme hauptsächlich zu 70 Prozent von Beiträgen der Mitglieder, Spenden und Nachlässen usw., während die restlichen 30 Prozent von der Bundesregierung kämen, da in deren Auftrag gehandelt werde.

Sammelaktion ab 24. Oktober auch im Saarland

Ab 24. Oktober und bis 22. November werden die ehrenamtlichen Helfer wieder mit der Sammelbüchse unterwegs sein. Auf Straßen, in Fußgängerzonen und auch an der Haustür. In Coronazeiten selbstverständlich mit Maske. Auch die Bundeswehr ist bei der Sammelaktion dabei, genau wie bei der Pflege von Kriegsgräbern im benachbarten Elsass und Lothringen, bis hin zum fernen Stalingrad. Der Landeskommandeur Oberst Matthias Reibold betont: "Es ist eine freiwillige Arbeit, die unsere Soldaten leisten". Und er habe sich davon überzeugt, dass sie das gerne täten.

Über 20 Millionen Euro kostet der Einsatz der Ehrenamtlichen Helfer, die in der ganzen Welt unterwegs sind, um das Gedenken an gefallene Soldaten und damit den Friedensgedanken lebendig zu halten. Wer das unterstützen möchte, kann seinen Obulus in eine der blauen Sammelbüchsen werfen, mit denen Helfer ab Ende übernächster Woche auch im Saarland unterwegs sein werden.

Bilder vom Auftakt der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge

Ein Thema in der Sendung"Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle am 07.10.2020.

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