Vermüllung eines Containerstandortes (Foto: Uwe Jäger)

Illegale Müllentsorgung - in vielen Kommunen ein Problem

Felix Schneider   10.10.2019 | 16:30 Uhr

Sperrmüll an Containerstandplatz, Müllentsorgung am Waldrand - viele saarländische Kommunen kämpfen mit diesem Problem. Auch im französischen Forbach ist illegale Müllensorgung ein Thema. Dort setzt man jetzt Videoüberwachung - zur Abschreckung und ggf. Verfolgung der Täter. Ein Modell auch für das Saarland? SR-Reporter Florian Schneider hat mal in zwei Kommunen nachgefragt, wie dort mit diesem ärgerlichen Problem umgegangen wird.

Illegale Müllentsorgung ist mehr als nur ein Ärgernis. Der Müll verschandelt das Ortsbild, ist oftmals sogar schädlich für die Umwelt und die Entsorgung kostet viel Geld.

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Illegale Müllentsorgung - in vielen Kommunen ein Problem
Audio [SR 3, Felix Schneider, 10.10.2019, Länge: 02:51 Min.]
Illegale Müllentsorgung - in vielen Kommunen ein Problem

Neunkirchen setzt auf soziale Überwachung

In Neunkirchen beispielsweise wurden schon ganze Wohnungseinrichtungen am Altglas- und Papiercontainer entsorgt. Wegen des Sperrmülls müssten die Containerstandplätze mit einem großen Müllfahrzeug angefahren werden, manchmal sogar zweimal pro Woche, sagt Harald Schmidt vom zentralen Betriebshof in Neunkirchen.

Dabei ist illegale Müllensorgung kein Kavaliersdelikt. Es ist eine Ordnungswidrigkeit, die je nach Art des Mülls mit mehreren Tausend Euro bestraft werden kann. In Neunkirchen gab es 2018 rund 300 Fälle, die das Ordnungsamt beschäftigte, "bei 125 wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet", sagt Holger Janes, Leiter des Ordnungsamts.

In Neunkirchen setzt man nun auf soziale Überwachung bei den Containerstandorten. Eine Videoüberwachung kommt wegen des Datenschutzes nicht in Frage. Stattdessen wählt man die Containerstandorte so, dass sie nicht allzu abgelegen von der Wohnbebauung liegen. Das soll gegen die illegale Entsorgung helfen.

Die Alternative: Prävention

In St. Wendel geht man einen ganz anderen Weg. Hier setzt man Prävention statt auf Abschreckung. "Der Wertstoff- und Entsorgungshof ist das richtige Mittel, den Bürger zu einer umweltgerechten Verhaltensweise zu erziehen,“ sagt Hans-Jürgen Rauber vom Umweltamt der Stadt.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 10.10.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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